Alraune

Alraune oder auch Mandragora officinarum  genannt, ist eine Pflanze die im Mitteleuropa vorkommt. Die Pflanze ist von Geheimnissen umgeben. Raune (raunen) bedeutet auch heimlich, leise, geheimnisvoll. Die Pflanze hat verschiedene Wirkungen und hilft bei Entzündungen, Gliederschmerzen und ist außerdem antibakterielle und keimtötend. Das Geheimnis der Pflanze ist ihre berauschende Eigenschaft, die schon in der Antike bei Ritualen eingesetzt wurde. Der Rauch aus den getrockneten Blättern diente in den Tempeln der spirituellen Stimmung.

Bei innerer Anwendung hat die Pflanze eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt. Bei verschiedenen Entzündungen der Haut oder der Augen ist die Alraune hilfreich. Schlafstörungen und Nervosität lassen sich damit behandeln, da die berauschende Eigenschaft eine beruhigende Wirkung auslöst. Hier sollte man aber auf die Dosierung achten, da sonst ein Rauschzustand entstehen kann der Halluzinationen hervorruft.

Allgemeines

AlrauneGattung

Nachtschattengewächs  (Solanaceae)

Weitere Namen

Friedelwurz, Schlafapfel, Liebeswurzel, Unholdwurzel, Zauberwurzel, Liebesapfel, Erdmännchen, Artzwurzel

Merkmale

Die Pflanze ist mehrjährig und wird bis zu 30 cm hoch, sie kann überwintern, wenn man sie bei Frost abdeckt. Die Wurzel ist karottenförmig und spaltet sich am Ende, dadurch hat sie ein menschenähnliches Aussehen. Die länglichen Blätter ohne Stängel liegen rosettenförmig auf dem Boden und gleichen der Mangold. Die Blüten sind in der Mitte der Blattrosette und haben eine helle violette Farbe. Die Beeren sind Kugelförmig und werden gelb bis orange.

Vorkommen

Alraune kommt vor allem im mittleren Europa vor. Bei entsprechendem Klima findet man sie wild wachsend am Wegrand und auf Brachflächen. Wenn man Samen hat, kann man sie anpflanzen. Am besten gedeiht sie im Halbschatten mit einem lockeren sandigen Boden an einem feuchten Plätzen. Man muss Geduld haben denn erst  nach einem Jahr treibt die Wurzel aus.

Geschichte

Angeblich war die Alraune eine heilige Pflanze der Aphrodite und diente als Liebespflanze aber auch als berauschendes Mittel bei heiligen Handlungen. Bekannt war die Pflanze im Mittelalter bei der heiligen Nonne Hildegard von Bingen. Sie hat in ihren Schriften die Pflanze ausführlich beschrieben und hat sie auch regelmäßig konsumiert. Heute vermutet man, dass ihre göttlichen Erscheinungen, von denen sie immer wieder berichtet hat, in Zusammenhang mit der berauschenden Wirkung der Alraune stand.

Praxis

Wo kann ich Alraune kaufen?

Alraune - Mandragora officinarum

Alraune - Mandragora officinarum

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Man kann die Alraune ganz einfach online bestellen.

In verschiedenen Formen ist sie im Handel (Apotheke oder Reformhaus) zu haben. Zum Beispiel das Mittel Mandragora D30 oder Mandragora D12. Wenn man sie im Garten anbaut, ist die Ernte der Blätter und Blüten im Sommer und die Früchte kann man im Spätsommer ernten. Man muss unbedingt darauf achten, dass man die Dosierung im Beipackzettel beachtet. Bei eigenem Anbau muss man sich vorher informieren, welche Menge man zu sich nehmen kann.

Anwendungsgebiete

  • Magenbeschwerden
  • Blähungen
  • Augenentzündung
  • Entzündungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Stress
  • Nervosität
  • Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Geschwülste

Anwendung

Sud / Tinktur/ Frucht

Aus der Wurzel kann man einen Sud kochen. Der Sud kann eingenommen oder auf entzündete Stellen aufgetragen werden. Die reifen Früchte schmecken saftig und man kann frisch essen. Die Blätter werden ebenfalls frisch gegessen oder getrocknet. Man kann sie wie Tabak rauchen oder den Rauch im Raum verteilen und inhalieren. Um einen höheren Rausch zu erzielen hat man sie früher Bier und Wein beigemischt, bekannt war der Alraunen Wein. In der Homöopathie wird die Alraune bei depressiven Störungen, Unruhe und Nervosität verabreicht.

Wirkstoffe

  • Alkoloide
  • Scopolamin
  • Hyoscyamin 

Wirkung

Man kann alle Teile der Pflanze verwenden. Allerdings muss man wissen, dass die Pflanze in einer Überdosis zu einer Vergiftung führt. Verantwortlich sind die Wirkstoffe Aphrodisiakum und Narkotikum.  Diese Stoffe führen in großen Mengen zu Verwirrung, Halluzinationen, Atemlähmung, Herzrasen und Halluzinationen die bis zum Tod führen können. Bisher fällt die Alraune nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und sie ist frei verkäuflich.

Sicherheitshinweise

  • Für Kinder nicht geeignet
  • Nicht bei Schwangerschaft einnehmen
  • Dosierung unbedingt beachten

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