Bärlauch

Bärlauch, oder auch „Allium ursinum“ genannt, ist eine Pflanze die in unserer Region in Hülle und Fülle vorkommt. Sie wächst wild und vermehrt sich stark. Der Bärlauch blüht im Frühjahr besonders schön und verbreitet einen intensiven Duft nach Knoblauch. Der Verzehr ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern hat bei verschiedenen Beschwerden auch eine heilende Wirkung.

Die Pflanze ist mit seinen Inhaltstoffen vergleichbar mit dem Knoblauch. Optisch kann man ihn mit dem Maiglöckchen verwechseln, wobei man allerdings an Hand des Geruchs den Unterschied leicht feststellt. Wenn man die wilden Bärlauchgewächse sammelt sollte man auf den Geruch achten, denn das Maiglöckchen ist eine giftige Pflanze. Die Heilwirkung ist zur Stärkung der Blutgefäße, Magenbeschwerden, Blasenentzündungen und noch vielen anderen Beschwerden bekannt.

Allgemeines

Bärlauch statt Knoblauch verwenden
Der Knoblauchersatz wirkt besonders im Magen

Gattung

Lauchgewächs  (Alliaceae)

Weitere Namen

Hexenlauch, Wurmlauch, Mailauch, Magenwurzel, Stinklauch, Maikönig

Merkmale

Die weißen, länglich Knollen kann man in die Erde stecken und abwarten bis sie keimen. Das kann bis zu 2 Jahren dauern. Die hellen, länglichen Blätter erscheinen vor der Blüte, die erst im Mai erfolgt. Es sind kleine weiße Blütenbüschel an kurzen Stängeln. Zum Verzehr eignen sich die Blätter und die Knollen. Wild verbreitet sich die Pflanzegroßflächig.

Vorkommen

Der Bärlauch kommt in Mitteleuropa vor und wächst wild an Waldrändern, er liebt feuchten Boden und Halbschatten, wenn man ihn Blumenbeeten anpflanzt sollte man darauf achten. Der Geruch nach Knoblauch ist unverkennbar. Wenn man ihn in Beeten und bei Rosen anpflanzt dient er als Schutz vor Läusen und anderen Schädlingen.

Geschichte

Es ist nicht überliefert, seit wann das Kraut zu Heilzwecken verwendet wurde. Man kann aber davon aus gehen, dass die heilende Wirkung auch schon in früheren Zeiten entdeckt wurde. In jedem Fall hat man die Pflanze früher den Speisen und Getränken beigemischt. Die Medizin hat sich früher fast ausschließlich der Heilkraft von Pflanzen bedient. Inzwischen ist der Gebrauch von Heilpflanzen für verschiedene Leiden wieder populär und man ist gut beraten, die Erkenntnisse von früher wieder aufzugreifen. Der Name kommt daher, dass die Bären nach ihrem Winterschlaf die Pflanze als erste Nahrung vorfanden.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Magenbeschwerden
  • Zahnschmerzen
  • Arterienverkalkung
  • Bronchitis
  • Kolik
  • Ruhr
  • Krebs
  • Durchblutungsstörungen
  • Mundhöhlenentzündung
  • Blasenentzündung
  • Bluthochdruck
  • Warzen
  • Hühneraugen

Anwendung

Bärlauchschnaps + Wein

Im Herbst kann man einige Bärlauchknollen ausgraben, waschen und klein schneiden. In einem Glaskrug 1/3 Knollen und den Rest auffüllen mit klarem Schnaps. Dann muss der Schnaps 6 Wochen ziehen. Zweimal täglich einen Teelöffel davon einnehmen hilft dem Magen und bei Bluthochdruck. Bärlauchwein kann man aus den Blättern herstellen. Man nimmt klein geschnittene Blätter im Verhältnis 1 zu 5, das ganze sollte 4-5 Wochen ziehen. Ab und zu ein Gläschen ist für die verschiedenen Beschwerden ein Wundermittel.

Bärlauchspeisen

Man nimmt für Speisen die Blätter, die man klein gehackt an Salate, in Suppen, in Soßen oder ein Butterbrot oder Quarkbrot streuen kann. Ideal ist auch eine Pesto, die sehr gut zu Pasta schmeckt. Klein gehackt kann man die Blätter in einem Beutel auch einfrieren.

Tinktur

Die zerkleinerten Blätter und Knollen in einem Mörser zerkleinern und mit Olivenöl verrühren ergibt einen intensiv riechenden Brei. Den kann man auf Warzen oder Hühneraugen auftragen. In Reformhäusern bekommt man den Presssaft, der sich auch zur äußeren Anwendung eignet.

Wirkstoffe

  • Aminosäure
  • ätherische Öle
  • Senföl Glykoside
  • Mineralstoffe
  • Flavonoide
  • Vitamine
  • Selen, Jod, Zink

Wirkung

Die Heilwirkung ist vielseitig. So wirkt er bei innerer Anwendung tumorhemmend, entspannend, blutdrucksenkend und entzündungshemmend. Äußerlich angewendet ist nachgewiesen, dass er gegen Warzen oder Hühneraugen hilft. Er reinigt Magen, Leber, Darm, Nieren, Galle und Blut. Tests mit Mäusen haben gezeigt, dass auch Tumore kleiner werden, wenn man eine Bärlauchbehandlung durchführt.

Sicherheitshinweise

  • Keine Nebenwirkungen bekannt
  • Vorsicht bei Verwechslungen der Pflanze mit Maiglöckchen

Wo kann man Bärlauch kaufen?

In Drogerien und Reformhäusern kann man den gepressten Saft kaufen. Beim Kauf muss man auf die Mischung und die Dosierung achten, daher sollte man den Beipackzettel lesen. In Deutschland wächst der Bärlauch wild und man kann die Blätter im Frühjahr ernten, die Knollen bezw. Zwiebeln werden im Herbst geerntet.

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