Basilikum

Basilikum oder auch Ocimum tenuiflorum genannt, ist eine Heilpflanze die man insbesondere bei Schwindel anwendet. Man kann aber außerdem noch viele weitere Beschwerden behandeln, wie zum Beispiel Magenprobleme, stressbedingte Anspannung, Erkältungen und Kopfschmerzen. Jeder kennt die Pflanze als Gewürzkraut, das vor allem in der italienischen Küche große Beliebtheit genießt. Die Basilikumblätter frisch geerntet und zerkleinert haben einen angenehmen Duft. Aus diesem Grund wurden sie früher auch zur Reinigung verwendet.

Bei innerer Anwendung hat die Pflanze eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt. Man kann sie je nach Geschmack den unterschiedlichsten Speisen beifügen oder die Blätter überbrühen und einen Tee davon kochen. Einen intensiven Sud gemischt mit anderen Kräutern eignet sich zum Gurgeln bei Erkältungen. Das Basilikumöl kann man äußerlich anwenden in Form von Kompressen, Einreibungen, Massagen oder als Badezusatz. Wir haben hier eine Pflanze, die zeigt, wie vielfältig die Heilwirkung von Naturkräutern ist. In den Mittelmeergebieten gehört die Pflanze zu dem täglichen Gebrauch in der Küche. Es stehen dort viele verschiedene Basilikumarten zur Verfügung, sie sich im Geruch und Geschmack unterscheiden.

Allgemeines

Basilikumblätter Heilwirkung
Mehr als ein Gewürz – Basilikum heilt vielseitig

Gattung

Lippenblütler  (Lamiaceae)

Weitere Namen

Balsamkraut, Königsbalsam, Schwindelkraut, Tulsi (in Indien), Bai Horapa (in Thailand).

Merkmale

Die Pflanze ist einjährig, hat ovale grüne Blätter und wird bis zu 40 cm hoch. Wenn sie blüht, bilden sich an mehreren Dochten winzige weiße Blüten. In Griechenland wächst der Buschbasilikum, er hat kleine dunkelgrüne Blätter, härtere Stängel und ist im Geschmack und Duft intensiver.

Vorkommen & Anbau

Basilikum kommt vor allem im Mittelmeerraum vor. Er liebt gemäßigtes Klima und Sonne die man auch in Ägypten, Indien, Thailand und Marokko findet. In diesen Ländern ist er aus der Küche nicht wegzudenken. Man unterscheidet hierbei viele Arten, die in Geruch und Geschmack unterschiedlich sind. Bekannt ist der Zitronenbasilikum, der Buschbasilikum und der Anis-Basilikum. Auch in unseren Regionen ist es möglich, die Pflanze anzubauen. Dabei sollte man allerdings einige Besonderheiten beachten. Weiterführende Informationen zur Anzucht von Basilikum findet man unter www.gartendialog.de/gartengestaltung/kraeutergarten/basilikum-pflege.html.

Geschichte

Schon die alten Griechen haben die Pflanze erwähnt, sie wussten, dass sie bei Schwindel hilft und erkannten die beruhigende Wirkung, die man durch Kompressen auf der Stirn erzielt. Aber auch im Kloster wurden in der überlieferten Naturkräutermedizin mit dem Basilikum verschiedene Krankheiten behandelt. So wurde es beschrieben als belebendes Kraut für Hirn, Herz und Geist. Vermischt mir Rosenwasser kann man es einatmen oder einreiben. Es verhilft zu einem ruhigen Schlaf und beruhigt nach einem anstrengenden Arbeitstag.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Magenbeschwerden
  • Blähungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Heiserkeit
  • Halsschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Periodenkrämpfe
  • Wechseljahrbeschwerden
  • Stress
  • Depressionen
  • Innere Unruhe

Anwendung

Basilikumtee

Für einen Tee nimmt man 2 Teelöffel getrocknete oder frische Blätter für eine Tasse. Eine Tasse am Morgen und am Abend beruhigt die Nerven und verhilft zu einem ruhigen Schlaf. Der Tee sorgt für Entspannung und ist außerdem gut für Nieren. Etwas stärkerer Tee ist sehr gut zum Gurgeln bei Mundhöhlenentzündungen oder Erkältungen. Auch eine Haarspülung tut der Kopfhaut gut und entspannt.

Speisen

Man kann gar nicht alle Speisen aufführen an denen Basilikum ein hervorragendes Gewürz ist. Ein spezielles Gericht aus Genua möchte ich erwähnen. Es ist eine Soße aus zerdrückten Basilikumblättern vermischt mit Parmisankäse, Pinenkernen und Olivenöl. Die Soße wird zu Nudeln gereicht.

Basilikumtinktur & Basilikumöl

Die zerkleinerten Blätter mit leicht erhitztem Olivenöl vermischen (man kann auch Rosenöl hinzufügen) und einen Tag ziehen lassen. Danach durch ein Sieb gießen und das Öl in einem kleinen Behälter aus Glas aufbewahren, es ist etwa zwei Monate haltbar. Als Einreibung auf der Stirn zur Entspannung ist es ein wahres Wundermittel. Die Tinktur kann man aus einem intensiven Sud (starkem Tee) herstellen und zur Einreibung auf Brust, Schläfe und Kopfhaut verwenden oder als Badezusatz.

Basilikumsamen

Auch die Basilikumsamen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ähnlich wie Chia Samen dehnen sie sich aus und sind ein sehr gut bekömmlicher und gleichzeitig gesunder Sattmacher. Eingeweicht kann man sie zu Früchten oder auch Gemüse reichen.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Flavonoide
  • Gerbstoff
  • Saponine

Wirkung

Die Heilwirkung ist vielseitig. So wirkt es bei innerlicher Anwendung beruhigend, entspannend, belebend und entzündungshemmend. Es tut dem Magen wohl und hilft bei Blähungen und Verdauungsproblemen. Durch die antibakterielle Wirkung ist es sehr gut bei allen Erkältungserscheinungen. Äußerlich angewendet kann man es als Creme, Öl oder Tinktur benutzen. Die heilende Wirkung trägt zu einer angenehmen Ruhe und Ausgeglichenheit bei.

Sicherheitshinweise

  • Keine Nebenwirkungen bekannt

Wo kann ich Basilikum kaufen?

In Drogerien, Reformhäusern und Apotheken werden viele Naturheilmittel in Form von einem ätherischen Öl angeboten. Beim Kauf muss man auf die Mischung und die Dosierung achten, daher sollte man den Beipackzettel lesen. In Deutschland findet man im Supermarkt oder Gartenbetrieb Blumentöpfe mit der Basilikumpflanze. Wenn man sie im Frühjahr an einen sonnigen Platz stellt, wachsen die Blätter den ganzen Sommer. Aber auch im Gewürzregal findet man die Pflanze getrocknet.

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