Eberesche

Eberesche wird auch „Sorbus aucuparia“ genannt und ist eine Heilpflanze deren Wirkung nicht besonders weitläufig bekannt ist. Man verwendet die Beeren der Pflanze für Saft oder auch die Blätter und Blüten für Tee. Bekannt ist, dass die Beeren beliebt bei Tieren, besonders bei Vögeln ist.

Man verwendet zu Heilzwecken die Beeren der Pflanze. Sie können zu einem Saft verarbeitet werden und haben einen bitteren Geschmack wenn man sie roh zu sich nimmt. Man sollte den gewonnen Fruchtsaft aus den Beeren vorher kurz abkochen, da sonst Durchfall und Erbrechen folgen. Der hohe Vitamin C Gehalt hat besonders bei Erkältungen und bei Skorbut eine sehr positive Wirkung. In abgekochten Zustand ist der Saft bekömmlich. Die Auskunft, dass die Beeren giftig sind kann nicht bestätigt werden. In Schottland wird die Beere zu allen möglichen Gerichten verarbeitet.

Allgemeines

Heilkraut Eberesche
Die Früchte der Eberesche und ihre Wirkung

Gattung

Rosengewächse (Rosaceae)

Weitere Namen

Vogelbeere, Moosbeere, Korallenbeere, Teufelskirsche

Merkmale

Der kleine Baum hat farnartige Blätter in einem hellen Grün. Die korallenrote Beeren, die die Größe von Erbsen haben, hängen in dichten Trauben am Baum. Der Baum kann eine Höhe von 2 Meter erreichen. Die Blüte erscheint in einer Dolde und ist weiß. Man behauptet, dass sich Apfelbäume und Ebereschen nicht vertragen und keinesfalls dicht nebeneinander stehen dürfen. Diese Behauptung ist aber wissenschaftlich nicht bestätigt.

Vorkommen

Der Baum ist winterfest und kommt in Mitteleuropa vor. Man findet ihn im Gebirge und an Waldrändern. Selten ist er freistehend im Wiesengelände. Die Beeren sind auch im Norden von Europa sehr beliebt und haben dort Einzug in der Küche gehalten.

Geschichte

Es ist nicht überliefert, ab wann die Heilwirkung der Beeren erkannt wurde. Durch den bitteren Geschmack und die negative Wirkung bei der Einnahme in rohem Zustand, ist man lange Zeit davon ausgegangen, dass die Beeren giftig sind. Heute weiß man, dass der hohe Vitamin C Gehalt sich positiv bei Erkältungen und auch anderen Beschwerden auswirkt.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Skorbut
  • Erkältung
  • Bronchitis
  • Heiserkeit
  • Menstruationsbeschwerden
  • Verdauungsprobleme
  • Herz-Kreislaubeschwerden
  • Krämpfen
  • Kopfschmerzen

Anwendung

Ebereschentee

Der Tee wird aus Blättern und Blüten hergestellt. In Irland wird er auch bei Rheuma eingesetzt. Bei und wird er bei allen Erkrankung der Atemwege wie Bronchitis, Husten und Heiserkeit verwendet. Auch aus den Beeren kann man Tee aufbrühen. Die frisch gepflückten Beeren werden nach dem waschen einige Tage in die Tiefkühltruhe gelegt. Danach kann man sie bei ganz geringer Hitze (Stufe 40 Grad) im Backofen etwa 30 Minuten trocknen. Zu einem ¼ Liter Wasser nimmt man einen gestrichenen Esslöffel getrocknete Beeren und läßt den Tee 15 Minuten ziehen.

Saft / Gelee

Obwohl die Beeren frisch geerntet einen bitteren Geschmack haben, sind sie nach der Verarbeitung zu Saft oder zu Gelee sehr wohlschmeckend. Da die Beeren bei der Zubereitung abgekocht werden, sind sie bekömmlich und verlieren den bitteren Geschmack.

Wirkstoffe

  • Vitamin C
  • Zitronensäure
  • Gerbstoff
  • Harz
  • Bitterstoffe
  • Pektine
  • Ätherische Öle

Wirkung

Der hohe Vitamin C Gehalt stärkt das Immunsystem und hilft Erkältungskrankheiten schnell zu überwinden. Weitere Heilwirkungen sind: antibakteriell und harntreibend, außerdem blutreinigend und zusammenziehend.

Sicherheitshinweise

  • Nicht bei Schwangerschaft verwenden
  • Für Kleinkinder nicht geeignet
  • Nicht roh einnehmen immer kurz abkochen
  • Zur dauerhaften Einnahme ungeeignet

Woher bekomme ich die Eberesche?

Im Handel findet man von einigen Herstellern die vor allem den Saft, den Gelee oder das schottische Chutney anbieten.  Den Saft aus den Beeren gibt es in Drogerien und Reformhäusern. Man findet ihn auch in BIO Läden. Den Baum kann man auch in der Natur finden und die Beeren ernten.

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