Eukalyptus

Eukalyptus (Eucalyptus globulus), oder auch Blaugummibaum, ist nicht nur ein sehr widerstandsfähiger Baum, sondern auch als Heilpflanze zur Stärkung der Widerstandskraft des Menschen sehr beliebt.

Die Pflanze wurde erst recht spät durch die Besiedlung Australiens entdeckt und gelangte auch erst einige Zeit später im 19. Jh. nach Europa. Die stark ätherischen Fruchtkapseln dieses Baumes dienen heute wie damals zur Befreiung der Atemwege und Schleimlösen. Sie sind fast in allen Hustenbonbons enthalten und bestechen durch den einzigartigen und intensiven Geschmack. Doch auch bei fiebrigen Infekten hilft Eukalyptus und wird sogar zur Tumorbehandlung eingesetzt.

Allgemeines

Eukalyptus Blätter und Frucht
Eukalyptusblatt mit Fruchtkörper

Gattung

Myrtengewächse (Myrtacea)

Weitere Namen

Fieberbaum

Merkmale

Der immergrüne Baum wächst schnell und wird zwischen 10 m und 60 m hoch. Seine Rinde ist abschilfernd und die Blätter weisen eine gräulich grüne Farbe auf. Die Blääter verändern sich von jung eiförmig hin zu sichelförmig. Der Eukalyptus hat eine große Blütenkrone. Beim Aufblühen öffnet sich die Blütenhaube. Die Fruchtkapseln sind recht hart und haben einen sehr intensiven Geruch.

Vorkommen

Der Eukalyptusbaum wächst nur in mediterranen Gefilden. Dabei ist er recht aggressiv den Pflanzen in seiner Umgebung gegenüber und entzieht ihnen den Lebensraum und das Wasser. Er wächst in Wäldern und Sümpfen.

Geschichte

Der Baum wurde im Jahre 1770 bei der Landung der Endeavour durch James Cook in Australien entdeckt. Nach ca. 100 Jahren wurde der Baum auch in Europa kultiviert und besonders durch seine wasserentziehenden Eigenschaften und das Bauholz geschätzt. Seine Kraft der Umgebung gegenüber spiegelt sich auch in seiner intensiven Wirksamkeit der Fruchtkapseln wider.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Fieber
  • Husten
  • Schnupfen
  • Entzündete Schleimhäute
  • Tumorwachstum
  • Abwehrkräfte
  • Infekt
  • Atemwegserkrankungen

Anwendung

Eukalyptustee

Aus Eukalyptus lässt sich ein sehr wirksamer und gut schmeckender Tee erzeugen. Dafür werden einfach 20 g Eucalyptus-globulus-Blätter mit nicht mehr kochendem Wasser aufgegossen. Das stärkt die Abwehrkräfte und beugt Krankheiten vor. Ein Erkältungstee besteht aus 2 TL Blättern auf ¼ l Wasser. Täglich mehrere Tassen Eukalyptustee lösen den Schleim und helfen gegen husten.

Umschläge

Eukalyptus in Wasser wird auch als Waschmittel und zur Klären im Magen verwendet. Das Eukalyptus Hydrolat kann allerdings auch als warmer Umschlag bei hohem Fieber angewendet werden. Das Cineol fördert gleichzeitig den Schleim- und Eiterauswurf. Für vorbelastete Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollte allerdings auf eine mildere Variante zurückgegriffen werden (Bsp. Stern- und Zitroneneukalyptus).

Eukalyptusöl

Das Eukalyptusöl eignet sich hervorragend als Aromatherapie. Dabei reicht 1 Tropfen für ca. 40 inhalationen. Doch auch als Duftöl oder in der Sauna dient es dem Befreien der Atemwege. Das Öl wird auch in lotionen verwendet und fördert die Durchblutung. Auch psychische Wirkungen sind beobachtet worden. So hilft das Eukalyptusöl zur Förderung des lernbewusstseins und klärt den Geist förmlich auf.

Wirkstoffe

  • ätherisches Öl
  • Harz
  • Flavonoide
  • Gerbsäure

Wirkung

Eukalyptus ist entzündungshemmend, antibakteriell, pilzhemmend, fördert das Immunsystem, fiebersenkend, kreislaufanregend, schleimanregend, harntreibend und wird auch zur Bekämpfung des Tumorwachstums eingesetzt.

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