Fichte & Kiefer

Die Nadelbäume werden auch „Pinus abies/silvestris“ genannt und man findet sie überall in unserer Region. Der Baum ist vor allem als Zusatzstoff in dem Franzbrandwein bekannt. Er ist mit den Extrakten der Pflanze angereichert und wirkt als Einreibung sehr wohltuend bei Verspannungen der Muskeln.

Die Fichte und die Kiefer haben ähnliche Wirkstoffe und werden daher auch bei Beschwerden gleicher Art verwendet. Die Wirkung des ätherischen Öls stärkt die Nerven, mindert die Erkältungsgefahr, belebt die Haut und fördert die Durchblutung. Die Nadeln der Bäume enthalten die Wirkstoffe und man kann sie als Tinktur zur Einreibung, als Tee und als Badezusatz verarbeiten. Der Unterschied bei den beiden Nadelbäumen ist, dass die Kiefer häufig in hohen Regionen im Gebirge vorkommt, die Fichte findet man in unseren Wäldern.

Allgemeines

Fichte & Kiefer Heilmittel
Die Heilkräfte der heimischen Nadelhölzer

Gattung

Kieferngewächs (Pinaceae)

Weitere Namen

Rottanne, Weihnachtsbaum, Fichttanne, Rotfichte, Latschenkiefer, Kienbaum, Zirbelkiefer

Merkmale

Ein immergrüner Nadelbaum der als Frucht die Tannenzapfen trägt. Das Holz ist harzreich und widerstandsfähig. Das Fichtenholz wird zur Holznutzung (Parkett und Möbel) verwendet. Die Fichte ist ein Breitwurzler und daher bei Sturm umsturzgefährdet. Die Kiefer wird nicht so hoch wie die Fichte und ist daher wiederstandsfähiger. Wenn man einige Nadeln pflückt und in der Hand zerreibt, entfaltet sich der Duft der die Atemwege befreit und man spürt die befreiende Wirkung. Es ist bekannt, dass die Kiefer eine stärkere Heilwirkung hat als die Fichte.

Vorkommen

Die Fichte sollte nicht allein stehen, da sie einen besseren Halt in der Gruppe hat. Sie kann trockene Hitze schlecht vertragen und wächst wild in Europas Wäldern. Die Latschen Kiefern und die Zirbel Kiefern wachen in den Alpen ab 1000 m Höhe. Sie haben einen angenehmen, aromatischen Geruch und können bis zu 800 Jahre alt werden. Die Pflanze steht unter Naturschutz.

Geschichte

Es ist nicht überliefert, ab wann man die Heilkraft der Nadelbäume erkannt hat. Das Holz der Fichte wurde aber schon im Altertum als Bauholz verarbeitet. In dieser Zeit hat man die Fichtennadeln als Badezusatz verwendet und sicher die belebende Wirkung verspürt. Später hat man das Holz zur Herstellung von Papier genutzt.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Husten
  • Erkältungskrankheiten
  • Atemwegsinfektionen
  • Durchblutungsstörungen
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Gelenkschmerzen
  • Gicht
  • Rheuma
  • Muskelkater
  • Muskelverspannungen

Anwendung

Fichtentinktur

Die zerkleinerten Nadeln werden mit heißem Wasser überbrüht und können mit reinem Alkohol aus der Apotheke vermischt werden. Der bekannte Franzbrandwein wird noch mit Arnika, Kampfer und Menthol angereichert.

Kieferbadezusatz

Die Nadeln des Baums ( etwa 1000g auf 3 Liter Wasser) 10 Minute in heißem Wasser aufkochen und 2 Stunden ziehen lassen. Der Sud kann dann mit dem Badewasser vermischt werden. Als Zusatz ist etwas Meersalz zu empfehlen.

Fichtentee

Fichte oder Kiefernnadeln (2 Teelöffel auf 1 Tasse) in heißem Wasser einige Minuten aufkochen lassen und dann etwa 5 Minuten ziehen lassen. Den Tee kann man mit Honig und Zitrone verfeinern.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoff
  • Glykoside
  • Harz
  • Vitamin C

Wirkung

Starke Gefäßerweiterung und Erweiterung der Kapillaren, dadurch Steigerung der Durchblutung. Schleimlösend bei Erkältungskrankheiten.

Sicherheitshinweise

  • Nicht bei Schwangerschaft verwenden
  • Nicht pur einnehmen
  • Nicht auf offene Wunden auftragen

Wo finde ich Fichte und Kiefer Produkte

In Drogerien und Apotheken werden viele Naturheilmittel angeboten. Beim Kauf muss man auf die Mischung und die Dosierung achten, daher sollte man den Beipackzettel lesen. Vor allem sollte man prüfen, ob in den Produkten auch das reine ätherische Öl der Pflanze enthalten ist. Man kann auch die Nadeln selbst ernten und sich das gewünschte Produkt herstellen.

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