Hopfen

Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse. Er ist auf der Nordhalbkugel zu finden, wobei der so genannte Echte Hopfen am populärsten ist. Humulus, der lateinische Name für Hopfen, wächst schnell. Die einjährige, krautige Kletterpflanze windet sich im Uhrzeigersinn. An den Blattstielen und Stängeln befindet sich zweiarmige, steife Haare. Sie Stängel zeigen sich sechsrippig bis geflügelt. Die Laubblätter sind mehr oder minder herzförmig. Der Hopfen hat auch Nebenblätter.

Hopfen-Pflanzen sind zweihäusig getrenntgeschlechtlich, auch „diözisch“ genannt. Dabei stehen die männlichen Blüten in rispigen, lockeren Blütenständen zusammen. Bei den weiblichen Blüten sind es ährige zymöse, zapfenförmige Blütenstände. Die Hochblätter werden im Anschluss der Blütezeit größer. An den breiten, eiförmigen Nussfrüchten ist der Kelch noch vorhanden.

Allgemeines zum Hopfen

Frischer Hopfen
Frischer Hopfen

Gattung

Hopfen (Humulus)

Weitere Namen

Humulus, Hoppen, Hecken-Hopfen, Weiden-Hopfen

Merkmale

Die Kletterpflanze wächst im Uhrzeigersinn und ist einjährige. Die krautige Pflanze hat an den Blattstielen und Stängeln zweiarmige, steife Haare. Die mehr oder weniger herzförmigen Laubblätter sind nicht die einzigen Blätter. Es gibt noch Nebenblätter. Es gibt männliche und weibliche Hopfen-Pflanze, wobei sich die Blüten der beiden Geschlechter unterscheiden. Nach der Blütezeit werden die Hochblätter größer. Die so genannten Nussfrüchte des Hopfens sind breit und eiförmig.

Vorkommen

Der Echte Hopfen, lateinisch Humulus lupulus L., hat viele Unterarten, die vor allem in Eurasien und Nordamerika zu finden sind. Dort kann diese ausdauernde Pflanze 50 Jahre alt werden.

Geschichte

Über einen langen Zeitraum wurde Hopfen ausschließlich für Heilzwecke und Gewürz genutzt – wie es heute teilweise auch noch der Fall ist. So war es zum Beispiel aus Abführ- oder Beruhigungsmittel beliebt. Bier braute man mit anderen Pflanzen, zum Beispiel mit Salbei, Lorbeer, Gagelkraut, Laserkraut oder Lavendel. Nur dort, wo Hopfen zum Bierbrauen genutzt wurde, wurde er auch angebaut. Das war unter anderem in Sachsen, Mecklenburg und Hessen der Fall. Die Eisenbahn änderte alles uns seit dem Jahr 1966 gilt die Hallertau als größtes Anbaugebiet weltweit.

Hopfen in der Praxis

Anwendungsgebiete

  • antibakteriell
  • beruhigend
  • blutreinigend
  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • tonisierend
  • Fieber
  • nervöse Magenbeschwerden
  • Magenkrämpfe
  • Darmkrämpfe
  • Verstopfung
  • Blasenentzündung
  • Blasensteine
  • nervöse Herzbeschwerden
  • Herzklopfen
  • nervöse Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Migräne
  • Angstzustände
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Menstruationsstörungen
  • Muttermilch fördernd
  • Haarausfall
  • Wunden
  • Furunkel

Hopfen Anwendung

Hopfentee

Wer einen Hopfentee herstellen möchte, nimmt einen Teelöffel voll Hopfenzapfen und übergießt sie mit heißem, kochendem Wasser. Der Tee muss dann fünf bis zehn Minuten ziehen. Anschließend wird er abgeseiht, um dann mit kleinen Schlücken in Ruhe getrunken zu werden.

Hopfentinktur

Grüne Pflanzenteile werden gesammelt und 20 g davon werden abgewogen. Sie werden dann mit ungefähr 200 ml Alkohol übergossen. Das ganze soll dann zwei Wochen stehen gelassen werden, ehe es durch einen Kaffeefilter gesiebt wird. Anschließen steht die Flüssigkeit noch einmal einige Tage. Nun wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt. Die Tinktur kann für äußerliche Anwendungen genutzt werden.

Bier brauen

Man kann, auch wenn dies vordergründig nicht viel mit dem Hopfen als Heilpflanze zu tun hat, ihn auch zu Bier verarbeiten. Der Vollständigkeit halber soll auch dieses verfahren hier erwähnt werden. Alles was man dafür benötigt, ist eine Bierbrauanlage. Zusätzlich sollte man die Möglichkeit haben, Flüssigkeit zu kühlen und natürlich braucht man auch noch Flaschen zum Abfüllen. Oder aber man greift auf eine Bierzapfanlage wie hier getestet zurück um das fertige Bier frisch aus dem Fass auszuschenken.

Wirkstoffe

  • Harzfraktion
  • ätherisches Öl (Hopfenöl)
  • Rohfasern
  • Eiweiße
  • mineralische Bestandteile
  • Chalkone (Xanthohumol)
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe

Wirkung

Die Bitterstoffe im Hopfen verändern die Magensaftsekretion, weshalb der Hopfen bei Appetitlosigkeit sowie bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt wird. Da in Hopfen Hopein ist, besitzt er eine leicht östrogene Wirkweise. In der Homöopathie werden die frischen Fruchtzapfen gesammelt, die möglichst samenarm und kurz vor der Samenreife sind. Die werden vor allem gegen Schlafstörungen und Nervosität verwendet.

Sicherheitshinweise

  • Keine Nebenwirkungen bekannt

Wo kann ich Hopfen kaufen?

In Drogerien, Reformhäusern und Apotheken werden viele Naturheilmittel angeboten. Beim Kauf muss man auf die Mischung und die Dosierung achten, daher sollte man den Beipackzettel lesen. Teilweise wächst der Hopfen wild und man kann die Blätter und Blüten im Sommer ernten.

Ein Kommentar

  1. Hach ja, Hopfen der Grundstein Deutscher Kultur sag ich nur ;D

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