Kamille

Echte Kamille (Matricaria recutica) und Römische Kamille (Anthemis nobilis) werden zu Heilzwecken verwendet. Man kann sie innerlich und äußerlich anwenden. Die vielseitigen Heilungskräfte sind allgemein bekannt und daher gehört die Kamille zu den am meisten verwendeten Heilpflanzen weltweit.

Die beiden Kamillesorten haben die gleiche Wirkung wobei die Echte Kamille nicht winterfest ist und die Blüten etwas kleiner sind als die römische. Man kann sie als Tee oder Tinktur trinken, als Spülung für die Haare hat sie eine aufhellende Wirkung, als Bad wirkt sie entspannend und beruhigend. Kamillentee eignet sich auch für Kinder und Salben die Kamille enthalten sind beliebt als Handcreme. Es gibt auch einige kamillehaltige Kosmetikartikel.

Allgemeines

Kamille Wirkung und Anwendung
Die unbekannten Kräfte der Kamille

Gattung

Korbblütler (Asteraceae)

Weitere Namen

Echte Kamille: Deutsche Kamille, Feldkamille, Mutterkraut, Teeblume, Frauenblümchen

Römische Kamille: Krampfkamille, Dickköpfe, Edel Chamill

Merkmale

Die Blütenköpfe der Römischen Kamillenart sind zum Unterschied zur Echten etwas größer, der Busch ist dicht und sie ist winterfest. Die Blüte hat weiße Blätter und ist innen gelb. Der Busch wird etwa zwischen 10 bis 30 cm groß. Die Pflanze ähnelt der Ringelblume und dem Arnika. Verwendet werden die getrockneten Blüten und die Blätter zu Heilzwecken. Die Qualität ist am besten, wenn man die Blüten kurz nach der Blühen pflückt und trocknet.

Vorkommen

Die Pflanze wächst wild um Siedlungen, in Gärten und Graslandschaften. Sie kommt in ganz Europa vor aber auch in Nordafrika, Australien, Indien und Nordamerika. Wegen der Beliebtheit und dem großen Bedarf wird sie heute in Kulturen angepflanzt.

Geschichte

Wann genau die heilende Wirkung erkannt wurde ist nicht überliefert. Man weiß aber, dass die alten Ägypter die Pflanze zur Götterverehrung verwendet haben. Der Hintergrund war der Vergleich der Blüte mit der Sonne. Nach Deutschland kam die Pflanze erst im Mittelalter.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Krämpfe
  • Bauchschmerzen
  • Schleimhautentzündung
  • Erkältung
  • Atemwegserkrankung
  • Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Entzündungen
  • Erschöpfung
  • Beruhigung

Anwendung

Kamillenbad

Kamille wird häufig mit anderen Kräutern gemischt und als Entspannungsbad angeboten. Wenn man selbst eine Bademischung herstellt, nimmt man hierzu eine Hand voll getrocknete Kamillenblüten für etwa 2 Liter Wasser. Ein Sitzbad enthält eine Mischung von einer Hand voll Blüten auf einen Liter Wasser.

Kamillensalbe

Die Salbe mit Kamille eignet sich vor allem für trockene und gereizte Hautstellen. Man nimmt sie als Handbalsam oder Körpercreme. Da es noch andere Heilkräuter mit einer beruhigenden Wirkung gibt werden diese oft der Kamillencreme beigemischt.

Kamillentee

Für den Tee nimmt man 2 Esslöffel Blüten auf eine Tasse Tee, nach dem Aufbrühen sollte er 10 Minuten ziehen. Etwas Honig in den Tee wirkt beruhigend auf dem Magen und das Gemüt.

Lotion

Eine Tinktur aus dem Ätherischen Öl dient zur Einreibung aber auch als Badezusatz. Wenn man die Hände damit einreibt und dann an die Schläfen oder auf den Bauch legt, merkt man eine sehr wohltuende Wirkung. Verdünnt mit Wasser (2 Teelöffel Tinktur auf eine Tasse lauwarmes Wasser) und dann gurgeln, hilft bei Halsinfektionen und Entzündungen im Mundraum. Achten Sie auf die Hinweise in den Packungen.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Flavonoide
  • Sesquiterpenlactone

Wirkung

Beruhigend, entspannend, entzündungshemmend, entkrampfend, heilend, antibakteriell, wundheilend, verdauungsanregend,

Sicherheitshinweise

  • Nicht pur einnehmen
  • Nicht auf offene Wunden auftragen
  • Wirkt leicht austrocknend

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