Liebstöckel

Liebstöckel, oder auch „Levisticum officinale“ genannt, ist eine Heilpflanze die sehr hilfreich bei Magenproblemen ist. So kann man sie schwerverdaulichem Essen beifügen und damit die Verdauung positiv beeinflussen, ähnlich wie beim Kümmel. Aber nicht nur als Vorbeugung wird sie verwendet, sondern auch bei bestehenden Beschwerden.

Die Beschwerden die man mit dem Liebstöckel behandeln kann, sind so vielfältig, dass es sich lohnt die Anwendungsgebiete zu studieren. Es handelt sich um eine gut verträgliche Heilpflanze, die verdauungsfördernd, entwässernd und entkrampfend wirkt. Ob als Entspannungsbad oder als Gewürz an Speisen hat sie eine anerkannte Heilwirkung.

Allgemeines

Liebstöckelblätter für Tee und Öl
Liebstöckel – verdauungsfördernd und bekömmlich

Gattung

Doldenblütler (Apiaceae)

Weitere Namen

Nervenkraut, Maggikraut, Frauenkraut, Liebeskraut, Luststöckel, Gichtkraut, Magenwurz, Küchenkraut.

Merkmale

Die Pflanze hat röhrenartige Stängel, die mannshoch wachsen können. Die üppig wachsenden Blätter sind hellgrün und schmal. Die gelben Blüten sind zart und wachsen am Ende der Stängel in Büscheln mit etwa 10 kleinen Blüten. Erst nach mehreren Jahren entfaltet die Pflanze ihre volle Heilwirkung.

Vorkommen

Man findet die Pflanze in Südeuropa und Asien. In Deutschland wird sie häufig in Ziergärten oder Kräutergärten angepflanzt. Sie liebt einen nährstoffreichen feuchten Boden. Der Standort kann in der Sonne oder im Halbschatten sein.

Geschichte

Ab wann die Wirkung der Pflanze erkannt und genutzt wurde ist nicht überliefert. Der Name deutet darauf hin, dass vor allem die Wirkung bei sexueller Unlust schon vor vielen Jahren erkannt wurde. So kann eine Einreibung der Geschlechtsorgane mit Liebstöckel Öl die Potenz erheblich steigern.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Verkrampfungen
  • Magenbeschwerden
  • Stuhlverstopfung
  • Verdauungsstörung
  • Völlegefühl
  • Menstruationsbeschwerden
  • Potenzstörungen
  • Muskelschmerzen
  • Nierengries
  • Harnweginfektion
  • Sodbrennen

Anwendung

Liebstöckeltee

Für einen Tee nimmt man 1 Teelöffel getrocknete Blätter für eine Tasse. Eine Tasse am Morgen und am Abend regt den Appetit wieder an. Die Wurzel klein geschnitten und überbrüht mit heißem Wasser 15 Minuten ziehen lassen (1 Teelöffel Wurzel auf 1 Tasse Wasser) in kleinen Schlücken trinken wirkt harntreibend.

Gewürz

Man nennt die Pflanze auch Maggikraut, obwohl sie in dem Gewürz Maggi nicht enthalten ist. Dies kommt von dem würzigen Geruch und Geschmack der Pflanze. Man kann die Blätter, die Samen und die Wurzel verwenden. Es ist aber auf die Dosierung zu achten, damit man die Speisen nicht verdirbt.

Liebstöckelöl

Das aus den Samen gewonnene Öl kann man mit Olivenöl mischen. Dabei nimmt man auf 5 ml Olivenöl einen Tropfen Öl von dem Liebstöckel Samen. Die Mischung dient zur Einreibung bei Potenzstörungen, Unterleibsbeschwerden und Muskelverkrampfungen.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Kumarine

Wirkung

Vor allem bei Magenproblemen und Verdauungsstörungen ist eine positive Wirkung festzustellen. Eine Einreibung mit einer Ölmischung in der das Öl der Samen enthalten ist wirkt sich potenzfördernd aus.

Sicherheitshinweise

  • Nicht bei gereizten Nieren verwenden
  • Nicht bei Schwangerschaft einnehmen
  • Nicht pur einnehmen

Wo bekomme ich Liebstöckel?

Als Gewürz findet man es in Supermärkten. In Drogerien ist es in manchen Teemischungen enthalten. Wenn man einen Gewürzgarten hat, kann man es anbauen. Die Heilwirkung tritt erst bei Pflanzen ab dem 5 Jahr nach dem Anbau ein.

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