Natürliche Mittel zur Steigerung der Fruchtbarkeit und Spermaqualität

Wenn es bei einem jungen Paar trotz Kinderwunsch nicht zu einer Schwangerschaft kommt, muss die Ursache nicht unbedingt bei Fruchtbarkeitsproblemen der Frau zu suchen sein. Es ist auch möglich, das die Spermamenge oder Spermaqualität des Mannes nicht ausreichend ist, um eine Befruchtung der Eizelle herbeizuführen. Bei einem spermatest kann man leicht feststellen, ob dies der Grund ist. Es gibt eine Reihe von natürlichen Mitteln, mit denen die Spermaqualität verbessert werden kann, so dass sich die gewünschte Schwangerschaft schließlich doch einstellen kann.

Funktion und Aufbau von Sperma

Fruchtbarkeit steigern Mann Ernährung
Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Spermaqualität

Mit der Pubertät beginnt der junge Mann in Hoden und Prostata Sperma zu bilden. Während des Orgasmus kommt es zu einer Ausschüttung der weißlich-grauen Samenflüssigkeit. Dringt diese in die Scheide der Frau ein und erreicht die Gebärmutter, so ist es möglich, dass eine reife Eizelle befruchtet wird und eine Schwangerschaft entsteht. Jedes Sperma besteht aus:

  • Kopf
  • Hals
  • Mittelstück
  • Schwanzstück

Der Kopf des Spermiums ist der Träger der Erbinformation. Darüber hinaus ist es mit Enzymen ausgestattet, die das Eindringen in die Eizelle ermöglichen. Im mittleren Teil wird Energie erzeugt und das Schwanzstück dient zur Fortbewegung und steuert das Spermium auf seinem Weg zur Eizelle. Die Samenflüssigkeit dient dazu, die einzelnen Spermien in Richtung Eizelle zu bewegen. Bei einem Samenerguss kommt es zum Ausstoß von 2 bis 6 ml Samenflüssigkeit, in der pro Milliliter etwa 20 bis 150 Millionen einzelne Spermien enthalten sind. (Quelle: Spermienqualitaetverbessern.de)

Was kann Sperma schädigen?

In wissenschaftlichen Studien ist festgestellt worden, dass die Männer in westlichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten eine Tendenz zu geringeren Spermienmengen und schlechterer Spermienqualität aufweisen. Dieser Entwicklung liegen verschiedenen Ursachen zu Grunde.

Umweltgifte können einen negativen Einfluss auf die Spermienbildung haben. Außerdem sind Männer auch in zunehmendem Maße weiblichen Hormonen ausgesetzt, die in Nahrungsmitteln wie beispielsweise Soja enthalten sind. Frauen, die hormonell verhüten, sondern im Urin Östrogen ab, das in das Abwasser gelangt und von dort auch in das Trinkwasser dringen kann. Auch die Ernährung der Mutter und die Art der Umweltgifte, der sie während der Schwangerschaft ausgesetzt war, können Einfluss auf die Fruchtbarkeit ihres Sohns nehmen.

Auch die eigene Lebensweise kann sich schädlich auf das Sperma auswirken. Übergewicht, Nikotin, Alkohol und eine ungesunde Ernährungsweise sind oft wesentlich daran beteiligt, wenn Spermamenge und – Qualität niedrig sind. Auch steht fest, dass die Spermienqualität mit zunehmendem Alter abnimmt, da der Körper sich vermindert gegen oxidativen Stress wehren kann und Freie Radikale das Erbgut in den Spermazellen beschädigen.

Auch die Lebensweise nimmt Einfluss auf die Entwicklung des Spermas. Die körperliche Kondition spielt dabei eine große Rolle. Studien haben ergeben, dass bei übergewichtigen Männern, die ein bewegungsarmes Leben führen, die Spermaqualität wesentlich schlechter ist, als bei normalgewichtigen Männern gleichen Alters, die regelmäßig Sport treiben. Jedoch gilt es, Sport in Maßen zu treiben. Bei extremem Sport kann es durch Ausschüttung von Cortison zu einem Abfall im Testosteronspiegel führen und Samenqualität kann in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch Wärmezufuhr im Bereich von Hoden und Prostatat kann die Samenqualität verschlechtert werden. Die ideale Temperatur, um gesunde Spermata zu produzieren, beträgt 35 Grad Celsius. Diese Temperatur wird durch bestimmte körpereigene Mechanismen gesteuert. Durch Sitzheizung im Auto oder lange warme Bäder kann diese Temperatur gestört werden. Es kann zu einem Temperaturstau kommen, der die Produktion des Spermas negativ beeinträchtigen kann. Die Hodentemperatur kann sich im Übrigen auch durch langes Sitzen erhöhen, was man am besten durch häufigeres Aufstehen und wechseln der Sitzposition verbessern kann. Bestimmte Krankheiten, Mangelernährung, ein niedriger Testosteronspiegel sowie häufiger Stress können ebenfalls zur Verschlechterung des Spermas beitragen.

Fruchtbarkeitstest beim Mann

Hat man Grund zu der Annahme, dass eine Schwangerschaft auf Grund einer Fruchtbarkeitsstörung beim Mann auftritt, so kann man beim Arzt eine Samenprobe vornehmen lassen. Dazu sollte der man etwa eine Woche vor dem Test keinen Samenerguss haben. Bei vielen Ärzten kann man vereinbaren, das Samenmuster zu Hause zu nehmen. Im Labor wird dann die Anzahl der Spermien pro Milliliter untersucht und Form sowie Beweglichkeit der einzelnen Spermien getestet.

Als normales Resultat gilt eine Konzentration von 15 Millionen Spermien pro Milliliter Ejakulat, von denen mindestens 32 Prozent nach vorne beweglich und mindestens vier Prozent normal geformt sein müssen. Liegt das Resultat unter diesen Durchschnittswerten, so ist es an der Zeit, etwas zur Verbesserung des Spermas zu unternehmen, wenn man einen Kinderwunsch hat. (Quelle: Familienplanung.de)

Natürliche Weisen zur Verbesserung des Spermas

Mit natürlichen Mitteln kann man die Qualität des Spermas merklich verbessern. Studie erwiesen, das besonders Männer in einem Alter von mehr als 40 Jahren besonders von der Aufnahme von Vitalstoffen wie Vitamin C , Vitamin E, Zink und Folsäure profitieren. Bei regelmäßiger Einnahme dieser Vitalstoffe wurde ein wesentlich geringerer Schaden am Erbgut festgestellt.

So wirken die einzelnen Vitalstoffe

  • Vitamin C: Repariert Schäden an Zellen
  • Zink: Erhöht Menge und Qualität des Spermas und beeinflusst Testosteronspiegel positiv
  • Vitamin E: Erhöht die Spermiendichte und schützt vor Oxidation
  • Folsäure: Bei regelmäßiger Einnahme wird die Anzahl der Spermien mit Defekten im Erbgut vermindert
  • Selen: Schutz vor Umweltgiften

In einer ausgewogenen Ernährung, die viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte und Fisch und Ei (Eiweisslieferant) beinhaltet, kann man in der Regel ausreichende Mengen dieser Vitalstoffe finden. Wer sich jedoch aus beruflichen Gründen häufig von weniger nahrhaften Speisen ernähren muss, sollte Vitamine über Supplemente zu sich nehmen. Beim Kauf sollte man auf hochwertige Produkte Wert legen.

Superfoods zur Sperma Verbesserung

Auch einige der sogenannten Superfoods tragen dazu bei, die Spermaqualität zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist die aus Südamerika stammende Maca Knolle. Studien der Universität von Lima, Peru haben ergeben, dass Maca die Qualität der Spermien erheblich verbessern kann. Dazu wurde ein Test mit Männern in der Altersgruppe von 24 bis 44 Jahren durgeführt, bei dem die Testpersonen über einen Zeitraum von vier Monaten täglich zwischen 1,5 und 3 Gramm Maca zu sich nahmen. Nach Ende der Testzeit wiesen die Testpersonen eine deutliche höhere Anzahl von Spermien auf, die auch beweglicher waren. Entschließt man sich, Maca einzunehmen, das auch in Kapseln angeboten wird, so sollte man eine Mindestbehandlungszeit von vier Monaten einplanen, bevor man auf einen Erfolg hoffen kann. Das liegt daran, das Sperma drei Monate braucht, um heranzureifen.

Der im Himalaya beheimatete Pilz Cordyceps kann die männliche Fruchtbarkeit ebenfalls steigern. Studien haben nicht nur erwiesen, dass die Einnahme von Cordyceps nicht nur die Spermienanzahl drastisch erhöht, sondern auch dafür sorgt, dass die Spermien längere Zeit in der Schiede überleben können und auf diese Weise eine höhere Chance haben, eine reife Eizelle zu befruchten.

Phytotherapie für männliche Fruchtbarkeit

Pflanzen und Kräuter sind gesund für den Körper und können in einigen Fällen dazu beitragen, die Qualität des Spermas zu verbessern. Brenneselsamen sind beispielsweise reich an Tokopherolen und können zu einer erhöhten Spermaproduktion führen. Blütenpollen enthalten neben zahlreichen Vitalstoffen auch Aminosäuren und können sich daher positiv auf die Bildung von Sperma auswirken. Deshalb kann eine Blütenpollenkur empfohlen werden, die man idealerweise über vier bis fünf Monate einnehmen sollte.

Versucht man, die männliche Fruchtbarkeit zu steigern, so ist der Ansatz mit natürlichen Mitteln und einer generell gesünderen Lebensweise immer ratsam. Der gesamte Gesundheitszustand kann verbessert werden und die Naturprodukte haben keine schädlichen Nebenwirkungen. Erzielt man jedoch in absehbarer Zeit keine Resultate, sollte man sich nach einer gründlichen Untersuchung vom Urologen oder Fruchtbarkeitsspezialisten darüber beraten lassen, welche anderen Möglichkeiten offen stehen und auch das Bestehen von unterliegenden Krankheiten ausschließen lassen. Dies ist der beste Weg, um sich den Kinderwunsch doch noch erfüllen zu können.

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