Quitte

Die Quitte, oder auch Cydonia oblonga genannt, ist eine Pflanze, die eine köstliche Frucht hervorbringt. Heute ist die Frucht etwas in Vergessenheit geraten, obwohl sie zu einen der ältesten Obstsorten gehört. Sie ist sehr gesund und man kann sie auf verschiedene Art zu sich nehmen. So kann man Sie frisch geerntet essen oder als Saft, Gelee, Sirup und Marmelade verarbeiten. Die Früchte sind verwand mit Äpfeln und Birnen.

Bei innerer Anwendung hat die Frucht eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt. Aber auch bei Erkältungskrankheiten hat man eine heilende Wirkung festgestellt. Man verwendet vorwiegend die Früchte, aber auch die Blätter und die Kerne in der Frucht. Wenn man immer mal Quitten ist, stärkt man die Abwehrkräfte. Die Kerne einige Stunden eingeweicht bis sie einen Schleim bilden eignen sich zur Behandlung von rissiger, entzündeter Haut. Die Blätter kann man frisch geerntet zu Entspannung auf die Augen legen.

Allgemeines

Quitte Wirkung und Anwendung
Eine selten genutzte Frucht mit besonderen Eigenschaften

Gattung

Rosengewächs  (Rosaceae)

Weitere Namen

Apfelquitte, Goldapfel, Quittenbirne, Echte Quitte, Kütten

Merkmale

Der Baum kann bis zu 7 Meter hoch werden und ein Alter von etwa 60 Jahren erreichen. Die Blätter sind oval und auf der Unterseite behaart. Die Blüten haben eine helle rosa Farbe und ähneln den Buschröschen. Die Früchte haben eine samtige Schale und einen intensiven Duft. Sie sind gelb und sehen dem Apfel oder der Birne sehr ähnlich.

Vorkommen

Die Quitte liebt ein gemäßigtes Klima und kommt im gesamten Mittelmeerraum, in Asien und Australien vor. Durch den Klimawandel wächst sie auch bei uns. Man sollte das Bäumchen an einem sonnigen, windstillen Platz anpflanzen und im Winter frostsicher verpacken. Es braucht Licht und Luft, daher sollte es nicht zu dicht bei anderen Pflanzen stehen.

Geschichte

Schon die alten Griechen haben die Pflanze vor 3000 Jahren erwähnt. Vor allem auf Kreta wurde sie angebaut. Der Kydonische Apfel wurde der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Man hat viele Erkenntnisse der Naturheilkunde von dem Griechen Hippokrates erfahren, der auf der Insel Kos 450 Jahre vor Christus gelebt hat und alle Erkenntnisse in einer Schriftsammlung festgehalten hat. Es gab aber auch im Mittelalter Schriften, in denen die Quitte angepriesen wurde. So wurde sie als glückbringende Frucht empfohlen die in einer jungen Ehe für Nachwuchs sorgt und bei schwangeren Frauen das gedeihen des Kindes fördert.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Magenbeschwerden
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Heiserkeit
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Mandelentzündung
  • Periodenkrämpfe
  • Spröde Haut
  • Hautentzündungen
  • Immunschwäche

Anwendung

Quittentee & Quittensaft

Für Erkältungskrankheiten kann man einen Tee kochen, der aus den Kernen der Frucht hergestellt wird. Die Kerne einige Stunden in heißem Wasser einweichen bis sich ein Schleim bildet. Man kann einen Tee auch aus frischen oder getrockneten Fruchtstücken herstellen indem man sie überbrüht und 15 Minuten ziehen lässt. Der Saft wird aus den Früchten gepresst.

Quittenmus, Quittenmarmelade & Quittengelee

Aus den Früchten wird ein Gelee oder eine Marmelade gekocht. Die frischen Früchte püriert ergeben ein köstlich duftendes Mus. Einen Sirup kann man aus der zerkleinerten geschälten Frucht vermischt mit Honig kochen. In jeder Form ist die Quitte eine Wohltat für den Magen.

Quittentinktur & Quittencreme

Die zerkleinerte Schale in einem Olivenöl einweichen und 6 Tage ziehen lassen ergibt eine Tinktur die sich bei Hautunreinheiten, Hautentzündungen und Hautalterung bewährt hat. Im Handel findet man ein griechische Quittensalbe aus Kos. Die Creme ist eine Mischung aus verschiedenen Naturmitteln, die sich hervorragende für die empfindliche Haut eignet.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Mineralsstoffe
  • Vitamin C
  • Schleimstoffe
  • Emulsin
  • Amygdalin
  • Gerbstoff
  • Fettes Öl

Wirkung

Die Heilwirkung und die Stärkung der Abwehrkräfte sind bekannt. So wirkt es bei innerlicher Anwendung harntreibend, entzündungshemmend, cholesterinsenkend, magenstärkend. Es tut dem Magen wohl und hilft bei Blähungen und Verdauungsproblemen. Durch die antibakterielle Wirkung ist es sehr gut bei allen Erkältungserscheinungen. Äußerlich angewendet kann man es als Creme, Öl oder Tinktur benutzen. Die Haut zeigt eine deutliche Verbesserung bei Entzündungen, Akne und Hautalterung.

Sicherheitshinweise

  • Keine Nebenwirkungen bekannt

Wo kann man Quitte kaufen?

Im Handel erhält man die Quitte als Gelee oder Marmelade. Die frischen Quitten gibt es im Sommer in Gemüsegeschäften, auf dem Markt oder in manchen Gartenbetrieben. Wenn man sie anpflanzt hat man im Sommer die Früchte.

2 Kommentare

  1. Sorry, Quitten sind erst im Herbst reif, nicht im Sommer wie beschrieben.

    • Im Vorjahr habe ich erst Mitte November (2016) die letzten Früchte geerntet und zu Quittenmus verarbeitet. Heuer ist alles etwas früher dran und habe gestern von meine Quitten Kompott gemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)