Eine Rippenfellentzündung mit Kräutern behandeln

Eine Rippenfellentzündung, auch Pleuritis genannt, ist eine Entzündung der Rippen oder des Brustfelles. In Europa sehr selten, sind die Umstände der Erkrankung bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Eine Heilung der Entzündung ist dennoch möglich, sodass die meisten Erkrankungen mit medizinischer Hilfe folgenlos abklingen können.

Das Rippenfell und seine Funktion

Die Pleura ist eine sehr feine Schicht, welche die Lunge umgibt und zugleich den Brustkorb auskleidet. Folglich unterscheidet man zwischen dem Lungen- und dem Rückenfell. Die Hauptaufgabe der Pleura ist die unterstützende Wirkung bei der Atmung. Durch den Zwischenraum der beiden Felle, auch als Pleuraspalt bezeichnet, entsteht bei der Atmung ein Unterdruck.

Mit Flüssigkeit gefüllt sorgt der Pleuraspalt dafür. dass Lungen- und Rückenfell nicht aneinander kleben bei der Atmung. Bei einer Rippenfellentzündung sind entweder eine oder gleich beide Felle entzündet, gleichzeitig kann es auch zu einer Eiteransammlung im Pleuraspalt kommen.

Ursachen

Die Rippenfellentzündung Ursachen können vielseitig sein. Man unterscheidet hierbei bei der Infizierung der Erkrankung zwischen einer infektiösen und einer nichtinfektiösen Form.

Bei einer infektiösen Form sind die Ursachen, wie der Name bereits verrät, durch ein Bakterium, einen Virus oder aber auch durch einen Pilz bedingt.
Meist ist die nichtinfektiöse Rippenfellentzündung dann eine Folgeerkrankung eines anderen Infektes, wie etwa einer Lungenentzündung, einer Bronchitis oder Tuberkulose. Auch eine Erkrankung der benachbarten Organe kann eine mögliche Ursache sein.

Diese Art der Rippenfellentzündung kommt wesentlich häufiger vor als eine infektiöse, besonders nach einer Tuberkolose Erkrankung besteht eine erhöhte Gefahr hierfür.

Symptome

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Symptome in der Pleura erkennen

Eine Entzündung des Rippenfells kann über eine lange Zeit unerkannt bleiben. Daher ist es wichtig schon auf die kleinsten Symptome oder Veränderungen des Körpers zu reagieren. Grundsätzlich können erste Anzeichen einer Entzündung schon ein aufkommender Schmerz beim Atmen sein.

Die Schmerzen können hierbei wandern, sodass auch starkes Seitenstechen als frühes Symptom gelten kann. Wie in de Einleitung bereits kurz beschrieben unterteilt man die Arten der Entzündung nach chronisch und akut.

Die akute Pleuritis

Bei einer akuten Rippenfellentzündung, auch als trockene Rippenfellentzündung bezeichnet, sind neben Schmerzen bei der Atmung besonders ein trockener Reizhusten ein häufig auftretendes Symptom. Aufgrund der nun vorhandenen Reibung beider Felle, entsteht beim Atmen ein trocken rasselndes Geräusch. Dieses Geräusch wird auch als knarren wahrgenommen.

Ebenfalls ein Indiz kann die unwillkürliche Schutzhaltung des Erkrankten sein. Meist nimmt der Erkrankte, um den Schmerz bei der Atmung zu lindern, eine leicht gebeugte Haltung ein. Fieber tritt bei dieser Form der Entzündung hingegen nicht auf.

Die Gefahr einer akuten Entzündung des Rippenfelles liegt bei der Verschleppung. Für gewöhnlich lässt sich eine herkömmliche Rippenfellentzündung sehr gut und ohne jegliche Folgeschäden behandeln. Eine Verschleppung kann jedoch zu einer chronischen Entzündung des Rippenfells führen, welche wesentlich gefährlicher sein kann für den Erkrankten.

Behandlung

Bei einer akuten Rippenfellentzündung ist es besonders wichtig, die Schmerzen des Patienten so schnell wie möglich zu lindern. Deswegen erfolgt hierbei meist eine Schmerztherapie. Schmerzmittel werden hierbei verabreicht ebenso wie herkömmlicher Hustensaft. Ziel ist es eine möglichst normale und schmerzfreie Atmung wieder herzustellen. So kann einer chronischen Entzündung des Rippenfelles entgegengewirkt werden.

Handelt es sich um eine infektiöse Erkrankung, so können auch Antibiotika oder ein Mykotika verabreicht werden. Eine genaue Diagnose ist hierfür allerdings notwendig. In der Regel lässt sich eine akute Rippenfellentzündung aber auch nur mit herkömmlichen Schmerz- und Hustenmitteln erfolgreich behandelt werden. Auch eine Atemgymnastik erfolgt häufig begleitend, um den Körper so wieder schonend und nach und nach an eine normale Atmung heranzuführen.

Die chronische Pleuritis

Anders als bei der akuten Entzündung, kann es es bei einer chronischen Entzündung des Rippenfells häufig zu Fieber kommen. Anders als bei einer akuten Rippenfellentzündung kommt es hier zu einer vermehrten Flüssigkeitsansammlung zwischen Rippe und Lunge. Die chronische Rippenfellentzündung ist hierbei in der Regel eine Weiterbildung der trockenen Rippenfellentzündung.

Aufgrund der Flüssigkeitsansammlung entsteht dabei ein Pleuraerguss. Aufgrund dieses Ergusses schwinden die Schmerzen beim Atmen, jedoch berichten Erkrankte häufig über ein unangenehmes Druckgefühl auf der Brust. Je nach Größe des Pleuraergusses verstärkt sich dieses Druckgefühl zusehends. Folglich kann hier auch eine Atemnot entstehen, auch Schulterschmerzen als strahlender Schmerz sind bekannt.

Aufgrund der enstehenden Schmerzen verflacht die Atmung des Erkrankten. Dies mag ein automatischer Schutzmechanismus des Körpers sein, jedoch führt genau diese flache Atmung zu einem Ruhezustand des Rippen- und des Lungenfells. Hierbei können, mit fortschreitender Entzündung auch Keime in die Flüssigkeit gelangen, aus der angesammelten Flüssigkeit entsteht so Eiter.

Dieser entstandene Eiter stellt eine besondere Gefahr dar, denn da sich weder Rippen- noch Lungenfell aufgrund der Schonhaltung bewegen kann es zu einer Verwachsung kommen. Diese Verwachsung ist nicht allein nur äußerst schmerzhaft, sonder kann auch eine richtige Gefahr darstellen, da eine volle Ausdehnung der Lunge bei der Atmung so nicht mehr möglich ist.

Behandlung

Besonders bei einer chronischen Rippenfellentzündung ist schnellstmöglich der Arzt aufzusuchen. Sollte es zu einem großen Pleuraerguss gekommen sein, ist häufig eine Punktierung notwendig. So wird der Druck im Brustkorb gemildert und die Erreger können untersucht werden.

Auch wird der angesammelte Eiter mittels einer Thoraxdrainage abgeleitet. Nachdem der Eiter über die Drainage abgeflossen ist, wird der Pleuraspalt häufig noch zur endgültigen Reinigung gespült. Sollte es nicht möglich sein den Eiter mittels der Drainage auszuspülen, so muss dieser operativ entfernt werden.

Eine Operation ist auch nötig, wenn sich sogenannte Schwarten bilden. Diese entstehen durch das Zusammenwachsen von Lungen- und Rippenfell und sind hinderlich bei der freien Atmung und daher schnellstmöglich zu entfernen. Werden Schwarten nicht oder erst zu spät erkannt, kann es zu bleibenden Folgeschäden kommen.

Hausmittel und Kräuter

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Hausmittel und Kräuter zeigen sich ebenfalls sehr erfolgreich bei der Behandlung eines entzündeten Rippenfelles. Warme Brustwickel sind hierbei besonders effektiv und beliebt. Gleiches gilt für eine Therapie mit der Heublume.

Hierbei wickelt man Kompressen mit warmen Heublumen um den Brustkorb und lässt diesen Wickel ca. eine dreiviertel Stunde einwirken. Auch Bryonia und Cantharis sind bei der homöopathischen Behandlung beliebt. Auch ein Mix aus ätherischen Ölen aus Kamille, Thymian, Teebaum und Lavendel können die Schmerzen bei einer Erkrankung erleichter.

Zusätzlich sollte eine strenge Bettruhe erfolgen, Sport sollte nicht gemacht werden.

Kurzum helfen also folgende Kräuter:

  • Heublume
  • Kamille
  • Thymian
  • Teebaum
  • Lavendel

Wichtig ist, alle diese Kräuter aus einer Apotheke zu erwerben, um so möglichen Verunreinigungen der Kräuter zu entgehen. Auch muss einem bewusst sein, dass alle Kräuter lediglich die Schmerzen lindern, keineswegs aber die Ursachen der Erkrankung bekämpfen. Ein Arztbesuch ist daher unbedingt ratsam und sollte so schnell wie möglich erfolgen.

Fazit

Alles in allem ist eine Rippenfellentzündung heute wesentlich einfacher und für den Patienten schonender zu behandeln. Für gewöhnlich ist es eine Folgeerkrankung und kann entsprechend gut behandelt werden. Wichtig ist hierbei jedoch das rechtzeitige Erkennen der Entzündung.

Schon bei leichten Anzeichen sollte daher bereits der Arzt aufgesucht werden. Je weiter fortgeschritten die Krankheit ist, desto schwieriger und langwieriger kann die Behandlung sein. Folgeschäden treten selbst bei sehr spät erkannten Entzündungen des Rippenfells nur sehr selten auf. Die Heilung der Entzündung ist dabei jedoch ein Prozess, meist mit Schmerz- und Atemtherapie begleitet.

So geht es Erkrankten schnellstmöglich wieder gut und mögliche Folgen einer Entzündung des Rippenfells können entgegengewirkt werden. Freie Atmung ist somit ganz schnell wieder möglich, ohne die Lunge zu beeinträchtigen und atmungsbedingte Schmerzen ertragen zu müssen. Besonders nach langen kalten Wintern steigt die Erkrankung an Rippenfellentzündungen, Dank der erfolgreichen Therapiemöglichkeiten stellt dies für Mediziner heute kein Problem mehr dar.

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