Senf

Senf  ist eine Gewürzpflanze die aber auch eine heilende Wirkung hat. Man unterscheidet den schwarzen Senf, der einen schärferen Geschmack hat und den weißen Senf der etwas milder und bekömmlicher ist. Durch seinen würzigen Geschmack wird er vorwiegend zum Würzen der Speisen verwendet, nur wenige kennen die heilende Wirkung.

Die Samen werden als vorbeugendes Mittel gegen Leberschäden eingesetzt. Man hat festgestellt, dass sich bei regelmäßigem Verzehr von Senf die Leber regenerieren lässt. Er ist gut verträglich, vor allem der milde weiße Senf. Auch Salben werden von den Samen der Senfpflanze hergestellt. Eine Überdosierung kann aber zu Hautreizungen führen.

Allgemeines

Senf als Körner und als Pflanze
Senf kann mehr als nur würzen

Gattung

Kreuzblütler  (Sinapis alba, Brassica nigra)

Weitere Namen

Senfkohl, Indischer Senf, Bastard Senf, Bauernsenf, Speisesenf-Mostrich, Ranken, Hederich, Schnabelsenf

Merkmale

Die Blüten sind bei dem weißen Senf gelb und die Samenkörner haben eine helle, gelbe Farbe. Bei dem schwarzen Senf sind die Blüten ebenfalls gelb, aber die Samen dunkelbraun. Die Pflanze wächst schnell und erreicht eine Höhe von etwa 1,50 Meter.

Vorkommen

Die Pflanze wächst wild im Mittelmeerraum und Asien. Aber auch in Russland und in Indien ist die Pflanze bekannt. In unserer Region muss die Pflanze jährlich neu ausgesät werden, da sie starken Frost nicht verträgt. Die Aussaat ist im Frühjahr und die Ernte ist im Spätsommer. Das Anpflanzen schützt die anderen Pflanzen im näheren Umfeld vor Schädlingen, da sie einen intensiven Geruch verströmt. Senf ist eine anspruchslose Pflanze.

Geschichte

Die Römer und die Griechen haben in Schriften schon auf die Senfpflanze hingewiesen. In Europa wurde sie im Mittelalter bekannt.

Praxis

Senf Anwendungsgebiete

  • Entgiftung
  • Eiterpusteln
  • Harntreibend
  • Stoffwechselstörung
  • Durchblutungsstörungen
  • Rheuma
  • Entzündung von Ohr / Mandeln / Nebenhöhlenerkrankungen
  • Rippenfellentzündung
  • Verdauungsstörungen

Anwendung

Senfumschläge / Bäder

Senf wird besonders als Umschlag zur Behandlung von eitrigen Pusteln verwendet. Er zieht den Eiter aus den betroffenen Hautregionen heraus. Auch bei einer Rippenfellentzündung kann ein Brustwickel mit Senf hilfreich sein. Hierzu wird ein Senfpulverbrei auf ein erst um die Brust und später über den Rücken gewickeltes Tuch aufgetragen und dann einige Zeit einwirken muss. Für ein Bad nimmt man Senfsamen und Keimlinge, man gibt zu einem Liter Wasser ½ Tasse Senfmischung.

Senfsalbe

Die Samenkörner werden gemahlen und zu einer Salbe vermischt. Für eine Kaffeetasse nimmt man etwa 2 Teelöffel Senfmehl. Zum Mischen eignet sich Bienenwachs, Lanolin oder natürliches Schweinefett. Die Salbe muss im Kühlschrank aufbewahrt werden, die Haltbarkeit beträgt etwa 6 Wochen.

Einnahme

Bei Lebererkranken unterstützt der Senf die Heilung. Es hat Wirkung bei kleineren Vergiftungen gezeigt. Bei Verdauungsproblemen ist er hilfreich. Die gemahlenen Senfkörner kann man mit jeder beliebigen Speise mischen. Die Zubereitung ist Geschmacksache. Den würzigen Senf erhält man auch in Gläsern die scharf, mittelscharf oder mild angeboten werden.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Senföl
  • Glykoside
  • Sinalbin
  • Sinigrin
  • Vitamin C
  • Zink
  • Histidin

Wirkung

Bei äußerer Anwendung starke Gefäßerweiterung und Erweiterung der Kapillaren. Ob eingenommen oder äußerlich angewendet ist die Wirkung durchblutend, entgiftend, entzündungshemmend, aphrodisierend, verdauungsfördernd.

Sicherheitshinweise

  • Nicht überdosieren
  • Nicht auf offene Wunden auftragen

Wo bekomme ich Senf?

Senf gibt es als die bekannte Würzpaste, allerdings kann man auch die Senfkörner getrocknet als Gewürz in jedem Lebensmittelgeschäft kaufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)