Teebaum

Der australische Teebaum, oder auch „Melaleuca alternifolia“ genannt, ist eine Heilpflanze, die von sehr weit weg stammt. Man findet sie in Australien und sie hat mit dem uns bekannten Tee nichts zu tun. Aus den Blättern des Baumes wird das Öl gewonnen, das auch bei uns im europäischen Raum sehr beliebt ist. Das Teebaumöl wird insbesondere zur Wundheilung und Infektionsbekämpfung verwendet. Auch als erste Hilfe bei Verbrennungen ist es ein hilfreiches Mittel.

Teebaumöl wird insbesondere als Hilfe bei Verletzungen und Parasitenbefall eingesetzt. Mückenstiche bringt es sehr schnell zum Abheilen und hilft auch sehr gut gegen den Juckreiz. Es handelt sich um eine gut verträgliche Heilpflanze die antibakteriell, entzündungshemmend, wundheilend und pilzhemmend wirkt. In der reinen, puren Konsistenz können Hautreizungen auftreten. In geringen Anteilen wird das Teebaumöl in der Kosmetikindustrie verschiedenen Hautsalben beigemischt.

Allgemeines

Teebaumöl der Melaleuca alternifolia
Teebaumöl ist stark gegen Parasitenbefall

Gattung

Myrthenheidegewächs (Myrtaceae)

Weitere Namen

Heilbaum, Wundheilbaum

Merkmale

Der Baum hat dürres Geäst und ähnelt im Aussehen den Platanen. Die immergrünen Blätter haben eine schmale Form und ein helles Grün. Der Baum kann bis zu 10 Meter hoch werden und hat eine dünne, hellbraune Rinde. Aus den Blättern gewinnt man das ätherische Öl. Den Geruch kann man als nicht besonders angenehm bezeichnen, er ist intensiv und streng.

Vorkommen

Die Pflanze kommt aus Australien und wurde erst im 18. Jahrhundert nach Europa gebracht. Sie wächst hier nur in Gewächshäusern. Die anspruchslose Pflanze bevorzugt in Australien Feuchtgebiete.

Geschichte

Die Aborigines kannten die Heilwirkung der Pflanze und haben sie zur Wundheilung verwendet und haben sich von den Blättern Tee gekocht. Erst Ende des 18. Jahrhunderts haben die Siedler in Australien die Heilwirkung erkannt und die Pflanze wurde nach Europa gebracht. Man hat mit Erstaunen festgestellt, dass bei mehreren Haarspülungen mit dem Teebaumölkonzentrat sogar Kopfläuse abgetötet werden.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Gefäßverletzungen
  • Blutende Wunden
  • Pilzbefall
  • Wurmbefall
  • Kopfläuse
  • Fußpilz
  • Ekzeme
  • Sonnenbrand
  • Leichte Verbrennungen
  • Geschwüre
  • Warzen
  • Hautverletzungen 

Anwendung

Teebaumtee

Für einen Tee nimmt man einen Teelöffel der Blätter für eine Tasse und lässt den Tee 15 Minuten ziehen. Die Wirkung ist immunstärkend.

Teebaumöl

Das Öl kann man im Reformhaus in reiner Form kaufen. Wenn man es mit einem Anteil Teebaumöl und 6 Anteilen Olivenöl mischt hat man eine hervorragende Einreibung. Man kann das Öl in einem kleinen Behälter aus Glas aufbewahren und als Einreibung auf Wunden, Sonnenbrand und Verbrennungen benutzen. Im Urlaub ist es besonders als erste Hilfe fast unendbehrlich.

Teebaumtinktur

Den Saft aus der Pflanze der das ätherische Öl enthält kann man kaufen und als Mischung verwenden. In reiner Form hilft es auch gegen Pilzbefall und Kopfläuse.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle

Wirkung

Die Heilwirkung ist vielseitig. So wirkt sie bei innerer Anwendung immunstärkend. Bei äußerlicher Anwendung wirkt sie schmerzstillend, wundheilend, blutstillend, pilzhemmend und antibakteriell. Ein paar Tropfen mit Zahnpasta vermischt hilft beim Zähneputzen gegen Bakterien in der Mundhöhle.

Sicherheitshinweise

  • Vorsicht bei Allergien
  • Nicht in die Augen bringen
  • Nicht pur einnehmen
  • Nicht als Dauerbehandlung verwenden

Wo bekommt man Teebaumöl?

Im Reformhaus und Apotheken werden kleine Fläschchen mit dem Teebaumöl angeboten. Beim Kauf muss man auf die Mischung und die Dosierung achten, daher sollte man den Beipackzettel lesen. Die Pflanze kann man nicht selbst anpflanzen, da sie nur in großen Gewächshäusern gedeiht.

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