Thymian

Thymian oder auch Quendel und Thymus genannt ist ein Heilkraut mit sehr wohltuender Wirkung. Man kann eine Tinktur zur Einreibung herstellen oder in Form eines Hustensaftes zu sich nehmen. Bei Haarschuppen hilft eine Einreibung der Kopfhaut.

Die Pflanze kennt sicher jeder als Gewürz. Es ist aber nicht so bekannt als Heilpflanze. Da es ein mildes Heilmittel bei Husten und Erkrankung der Atemwege ist, vertragen es auch Kinder sehr gut. Die Pflanze hilft bei Hautproblemen wie Warzen oder Polypen und sonstigen Hautinfektionen. Man kann Thymus auch bei Magenverstimmungen zu sich nehmen.

Allgemeines

frischer Thymian am Zweig
Thymian – Gewürz und Heilkraut

Gattung

Lippenblütler

Weitere Namen

Es gibt sehr viele verschiedene Sorten der Gattung. Als Heilpflanze werden voer allem 3 Sorten genannt: Echter Thymian (Thymus vulgaris), Sand Thymian (Thymus maitichina), Joch Thymian (Zhymus zygis).

Merkmale

Thymian wächst in kleinen Büschen mit harten Stengeln, die bis zu 50 cm hoch werden. Die Blätter und die Blüten sind klein und haben einen zarten Flieder Farbton. Am besten gedeihen sie in einem sonnigen, trockenen Boden. Da sie keinen Frost vertragen, wachen sie in Deutschland nur im Sommer.

Vorkommen

Thymian kommt vor allem in gemäßigtem Klima vor. Man findet ihn vor allem im Mittelmeerraum und Südeuropa. Aber auch in den gleichen Breitengraden in Amerika.

Geschichte

Die Griechen und die Römer haben schon in vorchristlichen Zeiten den Thymus als Räucherpflanze benutzt und den wohlriechenden Rauch bei der Götterverehrung eingesetzt. Der Rauch hat einen guten Einfluss auf den Geist und das Gemüt. Dazu hat man die getrockneten Zweige verbrannt. Zu dieser Zeit hat man aber auch die Heilkraft erkannt und den mit Thymian angereicherten Bädern nachgesagt, dass sie Kraft, Mut und Energie erzeugen.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Hautinfektionen
  • Husten
  • Erkältungskrankheiten
  • Hautschuppen
  • Magenverstimmung
  • Rheuma
  • Atemwegserkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfung
  • Beruhigung

Anwendung

Einreibung

Thymian eignet sich als Einreibung auf der Haut. Es dient besonders als Mittel gegen Warzen oder sonstige Hautentzündungen. Mit seiner antibakteriellen Wirkung wirkt es entzündungshemmend. Auf gereizter Haut wirkt es beruhigend

Thymiansaft / Thymiantee

Thymian als Saft oder Tee wird aus den getrockneten Blüten gewonnen. Für den Tee mischt man 2 Teelöffel der getrockneten, zerkleinerten Blüten mit einem ¼ Liter Wasser und lässt ihn 10 Minuten ziehen. Der Saft kann wird wie der Tee zubereitet aber mit weniger Wasser. Dem Saft kann je nach Geschmack Honig oder Zitrone oder anderen Zitrussäften beigemischt werden. Die Einnahme tut gut bei allen Erkältungserscheinungen, bei Husten, bei Bronchitis aber auch bei Verdauungsbeschwerden.

Bäder

Für die Bäder werden die holzigen getrockneten Stängel und Blüten zerkleinert und eingeweicht. Man nimmt 250 g Thymian und vermischt es mit 1 Liter Wasser. Das Gemisch wird einer Wanne Wasser für ein Vollbad zugeführt.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Saponine
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoff
  • Zink
  • Flavonoide

Wirkung

Die Bäder haben eine beruhigende Wirkung die dem Stressabbau dient. Durch die antibakterielle Wirkung kann Thymian auch bei Fiebererkrankungen helfen. Der Magen reagiert angenehm auf die Einnahme und wirk ähnlich wie der Kümmel verdaungsfördernd.

Sicherheitshinweise

  • Bei akuten Beschwerden Arzt aufsuchen
  • Den Rauch mit entsprechenden Abstand einatmen

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