Wissenswertes über Cannabidiol (CBD)

Wir haben bereits einen Artikel über Cannabisöl veröffentlicht. Wir möchten mit diesem Beitrag nun noch einige offene Fragen zu diesem spannenden Thema klären. Denn sowohl auf Gesetzesebene als auch im Anwendungsbereich in der Naturheilkunde tut sich viel. Doch für die Neueinsteiger hier zuerst eine Einführung, um was es sich bei Cannabidiol genau handelt.

Was ist Cannabidiol

CannabidiolNeben Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) ist Cannabidiol der bekannteste Wirkstoff von Hanfpflanzen. Und da dieser Wirkstoff keine berauschende Wirkung wie das THC hat, unterliegt CBD auch nicht den rechtlichen Beschränkungen von THC und Cannabis. Durch diesen Umstand freut sich Cannabidiol bei den Pharmafirmen und den Patienten immer größerer Beliebtheit. Die praktische Verwendung zum Beispiel über das Cannabisöl findet somit weltweit Akzeptanz.

Wie wirkt es?

Was wir schon jetzt sehen können ist Folgendes: Cannabidiol wirkt nur schwach auf die Psyche. CBD ist auch nicht wie THC ein „High Macher“. Nein, es wirkt der THC-Wirkung sogar entgegen. Leider enthält das in Europa verkonsumierte THC-reiche Marihuana kaum noch das wertvolle Cannabidiol. Beim traditionellen Haschisch ist jedoch weiterhin ein höherer CBD-Anteil zu finden. So sind beim Marihuana und Haschisch auch unterschiedliche Rauschwirkungen festzustellen. Durch die Hemmung des THC und durch seine antipsychotischen Wirkungen wirkt Cannabidiol Schizophrenie sowie Cannabis-induzierten Psychosen vor. So sind Cannabidiol-reiche Pflanzen-Sorten weniger risikoreich.

In den USA bereits im Einsatz

Das muss sich wohl weltweit herumgesprochen haben. So ist es in den USA einer Elternbewegung zu verdanken, dass dort mit Cannabidiol nun verschiedene Formen von Epilepsie bei Kindern behandelt werden dürfen. Aufgrund dieses Einsatzes hat die Legalisierung in einigen US-Bundesstaaten Fahrt aufgenommen. So gesellen sich zu den bisherigen 23 Staaten mit Cannabis als Heilmittel noch 11 CBD-Staaten hinzu. Und es wird sicher nicht mehr lange dauern, dass weltweit das Hanfverbot fallen wird. Vor allen dann, wenn sich der Gedanke verfestigt, dass CBD-Produkte mannigfaltig für die Gesundheit eingesetzt werden können.

Wo kann Cannabidiol überall eingesetzt werden?

Es gibt zwar noch wenige wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkung von Cannabidiol, aber die umfangreichen Erfahrungsberichte von Konsumenten sprechen Bände. Erfahrungsberichte, dass das Cannabidiol entkrampfend wirkt. So wurde beim Cannabis-Medikament Sativex, welches THC und CBD enthält, die Wirkung nachgewiesen. Es wird für die Indikation von Spastiken bei Multiple Sklerose nachgewiesen und eben dort nun genutzt.

Cannabidiol kann aber auch bei Bewegungsstörungen, wie sie bei der Parkinson-Krankheit auftreten, von Nutzen sein. Konkret findet CBD bei Epilepsie-Erkrankungen Anwendung. Es kann aber auch bei anderen Anfällen wie bei dem Angelman-Syndrom helfen.

Das ist aber noch weit nicht alles. So können die entzündungshemmende Wirkung von Cannabidiol auch bei Arthritis, chronische Bronchitis, Asthma, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sowie weiteren Autoimmunerkrankungen von Nutzen sein. Cannabidiol löst Angstzustände und hilft bei Übelkeit. Weiterhin hemmt CBD die Anhäufung von Prion Proteinen, wie sie beim Rinderwahn (BSE) vorkommen. Des Weiteren wird auch angenommen, dass Cannabidiol das Diabetesrisiko minimiert

Die Risiken und Nebenwirkungen von CBD

Durch das Wegfallen der berauschenden Wirkung ist dem Patienten schon mal die Angst von weiteren Risiken und Nebenwirkungen genommen. Ganz gewiss, denn CBD ist im Vergleich zu dem psychoaktiv wirkenden THC grundsätzlich relativ arm an Nebenwirkungen. Am häufigsten nannten Probanden in einer Studie Müdigkeit und Benommenheit. Es wurde aber schon von Konsumenten berichtet, dass sie nach der Einnahme von CBD-Ölen Durchfall bekamen.

Auch wurde von vermehrten, aber auch über reduzierten Appetit berichtet. Weiterhin sind schlussendlich Gewichtsveränderungen in beiden Richtungen möglich. Die Betonung liegt auf „möglich“, denn es ist durchaus möglich, dass diese Nebenwirkungen gar nicht auftreten. Und wenn doch, dann ist es so, dass diese bei einer Risiko-Nutzen-Analyse kaum ins Gewicht fallen.

Wo kann Cannabidiol bezogen werden?

CBD kann von einem Arzt als Arzneimittel verschrieben werden und über eine Apotheke als Rezeptarznei bezogen werden. CBD-Produkte, Öle oder Kapseln, können aber auch übers Internet bei verschiedenen Online-Shops wie beispielsweise Bio-CBD.de gekauft werden. Da Cannabidiol nicht im Betäubungsmittelgesetz aufgeführt ist, ist auch kein Betäubungsmittel-Rezept nötig. Wer Cannabidiol übers Internet bezieht, der kauft ein Nahrungsergänzungsmittel. Nur so ist der Verkauf legal. Eine Bezeichnung als Heilmittel verbietet das Gesetz.

Wer CBD über ein Rezept vom Arzt verordnet bekommt, der muss damit rechnen, dass Krankenkassen nicht automatisch die Kosten für das Cannabidiol erstatten. So verordnen Ärzte lediglich Privatrezepte, weil sie, wenn sie es anders machen würden, von den Krankenkassen in Regress genommen werden können. Eine Kostenerstattung ist dennoch über eine Einzelfallprüfung, welche man bei der Krankenkasse einzureichen hat, möglich. Also, wenn Sie CBD brauchen, dann sollten Sie auf jeden Fall die Kostenerstattung prüfen lassen.

Welche CBD-Produkte kann man käuflich erwerben?

Das gilt natürlich nicht für andere CBD-Produkte wie Cannabidiol-haltige Lebensmittel oder Kosmetik. Für solche Leckereien gibt es ohne Ausnahme keine Ausnahmeregelung. Es ist jedoch so, dass auf dem deutschem Markt Cannabidiol-haltige Hanföle, welche einen THC-Gehalt unter 0,2 % vorweisen, als Kosmetik oder Lebensmittel legal verkauft werden dürfen. Dabei sind Cannabidiol-haltige Hanföle jedoch nicht mit dem stark THC-haltigen illegalen Cannabisöl zu verwechseln.

Wissenswertes aus der Medizin – Das Pharma-Produkt Epidiolex

Seit November 2013 ist in den USA ein Medikament von der Firma GW Pharmaceuticals namens Epidiolex von der Food and Drug Administration zugelassen worden. Derzeit werden mit diesem Mittel zwei Formen seltener und schwer behandelbarer Epilepsie-Erkrankungen bei Kindern therapiert. Beachtenswert ist, dass in Europa und in den USA 1,2 Millionen Kinder von Epilepsie betroffen sind, und dass es bei fast einer viertel Million Diagnosen heißt: Therapieresistent!

Cannabidiol eine wirksame Alternative?

CBD könnte hier also die Wende zum Guten schaffen, denn Cannabidiol hat nicht wie andere Medikamente einen schädigenden Einfluss auf junge Gehirne. Und da CBD wegen geringen Nebenwirkungen den üblichen Medikamenten überlegen ist, kann Cannabidiol auch bei nicht therapieresistenten Formen, eine Option oder eine zusätzliche Alternative sein, Krankheiten zu beseitigen. So könnte der Einsatz des Medikamentes Epidiolex durchaus richtig sein. Bei Epidiolex handelt es sich schließlich um ein hochgereinigtes Pflanzenextrakt, welches Cannabidiol, aber kein berauschendes THC enthält. Noch eine gute Nachricht dazu: Auf der Grundlage des § 73 Abs. 3 des Arzneimittelgesetzes kann dieses Medikament auch ohne Zulassung in Deutschland aus den USA importiert werden.

Forschung mit CBD leicht gemacht

Aktuell boomt die Forschung über den Wirkstoff. Und da es für die Wissenschaftler keine gesetzlichen Barrieren gibt, geht alles Forschen leicht von der Hand. So wird CBD in vielen nationalen Drogengesetzen und in internationalen Verträgen nicht verteufelt. Dies wiederum ermöglicht es Forschern, Medizinern, Pharmafirmen und Patienten den leichten Zugang und Nutzen zu CBD.

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