Zwiebel

Die Zwiebel, oder auch „Allium cepa“ genannt, gilt allgemein als Lebensmittel oder Gemüse. Dass es sich auch um eine Heilpflanze handelt, die gesundheitliche Probleme löst, wusste man schon in der Antike. Man kann sie innerlich und äußerlich anwenden und man kann sie den unterschiedlichsten Gerichten beifügen, in rohem oder gekochten Zustand.

Da Zwiebeln bei uns wächst und auch längere Zeit aufbewahrt werden kann, ohne zu faulen, passt sie regelmäßig in unseren Speiseplan. Durch die wichtigen Inhaltsstoffe, gehört sie zu einer gesunden Ernährung. Die Zwiebel hat eine antibakterielle Wirkung und ist gut für den Blutdruck und den Darm. Sie hilft bei Husten in Form von Sirup oder als Kompresse zur äußerlichen Anwendung.

Allgemeines

Zwiebel Wirkung als Heilmittel
Die Zwiebel als Heilpflanze

Gattung

Liliengewächs  (Alliaceae)

Weitere Namen

Frühlingszwiebel, Schlotten, Perlzwiebel, Zwiebelknolle, Küchenzwiebel

Merkmale

Die Zwiebel treibt aus einer Knolle die in der Erde steckt, ähnlich wie bei einer Tulpe. Sie blüht mit kleinen weißen Blüten die kugelförmig angeordnet sind. Die grünen Blätter sind schlauchartig und werden bis zu 40 cm lang. Jede Knolle bringt eine Blütenkugel hervor. Verwendet wird die Knolle, die man im Herbst erntet.

Vorkommen

Die Zwiebel kommt in ganz Europa vor und wächst bei uns auch wild. Heute wird sie in der ganzen Welt angepflanzt und gilt überall als hervorragendes Lebensmittel. Die Zwiebel liebt es warm und sonnig. Der Boden sollt nährstoffreich und wasserdurchlässig sein. Sie verträgt es nicht in sumpfigen nassen Böden zu stehen.

Geschichte

Es ist überliefert, dass schon die alten Ägypter den Nährstoffwert der Zwiebel erkannt haben. Für die Arbeiter, die den Ägyptern die monumentalen Bauwerke errichtet haben, gehörte sie zur täglichen Ernährung. Aber nicht nur zur Steigerung der Leistungsfähigkeit war sie bekannt, man hat ihr auch eine aphrodisische Wirkung nachgesagt.

Praxis

Anwendungsgebiete

  • Blutdruck
  • Blutfettwerte
  • Stuhlverstopfung
  • Hals /Nase/Ohren Beschwerden
  • Schleimhautentzündung
  • Gefäßkrankheiten
  • Blasenbeschwerden
  • Infektionen
  • Depressionen
  • Angina
  • Innere Unruhe

Anwendung

Speisen

Jeder kennt Speisen, bei denen man eine Zwiebel verwenden kann. So werden Zwiebeln klein geschnitten und geröstet und dann über Fleisch oder Kartoffelbrei gegeben. Man gibt sie an Fleischgerichte, an Suppen und Soßen. Besonders gut ist sie frisch gehackt an Salaten.

Getränk

Eine geriebene und ausgepresste Zwiebel vermischt mit Honig und Zitrone ergibt einen besonders guten Saft den man bei allen Erkältungskrankheiten und Kreislaufbeschwerden verwenden kann. Auch Tee kann von einer Zwiebel gekocht werden. Man mischt eine kleingeschnittene Zwiebel mit einer Tasse Wasser und lässt es 20 Minuten kochen. Der Tee hilft bei Bronchitis und Hustenreiz.

Kompresse

Die rohe geriebene Zwiebel in ein Leinentuch geben und als Kompresse auf den Hals, das Ohr oder die Brust legen lindert die Beschwerden. Bei einem Mückenstich hilft das Einreiben mit einem frischen Zwiebelstück.

Wirkstoffe

  • Vitamin B und C
  • ätherische Öle
  • Karotin
  • Mineralien
  • Pflanzenhormon
  • Pektin
  • Inulin
  • Kieselsäure
  • Glykosid
  • Gerbstoff
  • Schwefel

Wirkung

Zu einer vitaminreichen, gesunden Ernährung gehört an erster Stelle die Zwiebel. Man sollte sie in der Küche regelmäßig als Nahrungsmittel verwende. Die beste Wirkung entwickelt sie, wenn man sie roh zu sich nimmt. Das Immunsystem wird gestärkt und man bleibt fit und gesund. Die Heilwirkung ist vielseitig. Bei allen Formen von Erkältungskrankheiten oder Magen und Darmbeschwerden kann man sie verwenden. Sie ist entzündungshemmend, harntreibend, Blutzucker senkend, antibakteriell und stärkt das Immunsystem.

Sicherheitshinweise

  • Keine Nebenwirkungen bekannt

Wo kann ich Zwiebeln kaufen?

In Supermärkten und Gemüseläden findet man die Zwiebelknollen. Sie werden nach der Ernte getrocknet und kommen dann in den Verkauf. Man kann sie auch in seinem Garten anpflanzen. Am besten zwischen Rosen, da sie Ungeziefer fernhalten, ähnlich wie der Knoblauch.

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