Myrrhe

Myrrhe, oder auch „Commiphora myrrha“, genannt ist eine Heilpflanze mit hervorragenden Eigenschaften. Die Wirkstoffe sind betäubend, erwärmend und zusammenziehend.

Die Pflanze kann bei verschiedenen Problemen eingesetzt werden.  So zum Beispiel bei der Wundheilung, bei Entzündungen wie eitrigen Pickeln oder Zahnfleischentzündung und bei wundem Gewebe nach leichten Verletzungen und Hautabschürfungen. Aber sie hat auch einen positiven Einfluss bei seelischen Wunden wie einem Schock oder einem traumatischen Ereignis wirkt sie beruhigend und entspannend. Geräuchert kann Myrrhe ebenso eingesetzt werden wie Weihrauch.

Allgemeines

Harz der Myrrhe
Myrrheharz zum Räuchern

Gattung

Balsambaumgewächs (Burseraceae)

Weitere Namen

Herabolmyrrhe, Bisabol-Myrrhe, Echte Myrrhe, Rote Myrrhe, Balsamier, Orientalischer Fröhlichkeitstrank

Merkmale

Die Pflanze ist ein kleiner Baum mit Stamm. Die Äste haben spitze Dornen. Der kleine Baum wird etwa 2 Meter hoch und hat Dornen. Die kleinen Blüten in Form von Rispen sind rotgelb. Nach der Blüte trägt der Baum rote Beeren die bitter schmecken. Die Blüten sind gelbrot und hängen in Rispen an den Ästen. Nach der Blüte trägt der Baum rote Beeren. Verwendet wird das Harz der Pflanze. Der Stamm wird angeritzt und das Harz aufgefangen. Dann wird der Klumpen getrocknet und gemahlen. Das Harz aus dem Baumstamm verströmt einen wohlriechenden Duft

Vorkommen

Man findet das Gewächs vorwiegend in Regionen mit einem trockenen, wüstenartigen Klima. Sie wird vor allen in arabischen Ländern gezüchtet, kommt dort aber auch wild wachsend vor. Der Myrrhenbaum kommt also vorwiegend in den arabischen Ländern vor. Aber auch in den warmen Zonen von Afrika. Es gibt dort die Sorten Herabol und Bisabol. Sie wachsen wild aber der Baum wird auch gezüchtet und mit der echten Myrrhe gekreuzt. Am besten wächst der Baum in trockenem Klima und Wüstenregionen.

Geschichte

Die Pflanze wurde schon in vorchristlichen Zeiten erwähnt und hatte schon immer eine religiöse Bedeutung. Man erkannte, dass die ätherischen Öle wie Opium wirken und ein Hochgefühl verursachen. Der Duft war berauschend und verbreitete ein mystisches Gefühl.

Praxis

Myrrhe Anwendungsgebiete

  • Hautverletzungen
  • Atemwegserkrankungen
  • Entzündungen
  • Eiterpickel
  • Erkältung
  • Wundheilung
  • Zahnfleischbluten
  • Verdauungsförderung
  • Beruhigend
  • Betäubend
  • Muskelschmerzen
  • Durchblutungsstörungen
  • Erschöpfung

Anwendung

Tinktur

Als Tinktur wird sie in dem Verhältnis 1 Teil Myrrhe, 5 Teile Alkohol gemischt. Unverdünnt in der Mundhöhle aufgetragen bewirkt die Tinktur eine Stärkung der Schleimhäute und des Zahnfleischs.

Myrrheöl

Die Mischung 1% Myrrhe mit Olivenöl kann leicht erwärmt als Einreibung benutzen werden und hat eine wärmende und beruhigende Wirkung.

Rauch

Vermischt mit Weihrauch angezündet verbreitet einen mystischen Duft der schon früher als Bewusstseinserweiterung wahrgenommen wurde.

Mundspülung

Eine Mischung von einem Teil Myrrhenharz und 5 Teilen reinem Alkohol vermischen und damit gurgeln. Es stärkt das Zahnfleisch und wirkt auch bei Erkältungen entzündungshemmend.

Einreibung

Wenn man das Myrrhenharz mit Olivenöl vermischt hat man eine wunderbare Einreibung. Man nimmt hierzu 10 Tropfen des Myrrhe Konzentrats und mischt es mit einem Teelöffel Honig und 0,2 ml Wasser. Die Einreibung hilft zum Beispiel wenn man unter kalten Füßen leidet, da sie die Durchblutung fördert. Auch das Einreiben von Brust und Bauch verschafft ein angenehmes entspannendes Gefühl. Man kann die Tinktur pur auf eitrige Pickel auftragen und leicht verdünnt auf Hautverletzungen. Die Wirkung ist heilend und schmerzstillend.

Wirkstoffe

  • ätherische Öle
  • Pektine
  • Schleimstoffe

Wirkung

Sie kann sowohl äußerlich als auch Innerlich angewendet werden. In den meisten Fällen wird aber nur eine geringe Dosis empfohlen. Bei der Einnahme von einer hohen Konzentration können Halluzinationen auftreten, die vergleichbar nach der Einnahme von Drogen sind. Die schmerzlindernde Wirkung kann man in vielen Bereichen anwenden wie zum Beispiel bei Hautverletzungen da sie die Wundheilung fördert, oder bei schmerzenden Muskeln.

Sicherheitshinweise

  • Die Tinktur kann ein Brennen und eine Geschmacksveränderung bewirken
  • Nicht pur einnehmen
  • Kindern nicht verabreichen
  • Zur dauerhaften Einnahme ungeeignet

Woher bekomme ich die Myrrhe?

Als Myrrheöl empfehlen wir dieses naturreine Öl aus Äthiopien

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Im Handel findet man die Myrrhe als Tinktur unter dem Handelsnamen Inspirol P forte. In einer Mischung mit anderen Heilpflanzen in Form von einer Salbe unter dem Namen Ad-Muc. Und als Mundspülung ist es einer Flüssigkeit zum Gurgeln beigemischt unter dem Namen Repha-Os-Mundspülung. Die Tinktur erhält man in Drogerien mit Hinweisen über die Verwendung und Dosierung (den Beipackzettel lesen).

3 Kommentare

  1. Wo bekomme ich Weihrauch und Murruh oel zum einnehmen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriele Strack

  2. Hallo
    ich habe mir heute Myrrhetinktur aus der Apotheke geholt…kannst du mir bitte sagen ob ich die beim Hund gegen Zahnfleischentzündung auch verwenden kann?….
    M.f.G
    Manu

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